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Conze. Ueber die Gesammtausgube der griechischen Grabreliefs.
Giebelstele der Arehesti’ate und ein künstlerisch noch höher
stehendes Relief, welches einen Epheben mit einem Vögelchen
in der Hand darstellt, ein Werk von überaus feiner Reliefbehandlung
und zarter Empfindung, das daher auch als Muster
dieser Gattung in den ,Denkmälern der alten Kunst' (I, 29,
127) Aufnahme gefunden hat. Aber auch sonst besitzt das
Museum mehrere bald stilistisch, bald wegen des Gegenstandes,
bald wegen der Erhaltung bemerkenswerthe Stücke, z. B. drei
attische Marmorvasen mit Flachreliefs, zwei ansprechende
Kindergrabsteine, von denen einer überdies wegen eines Hermherakles
im Felde Beachtung verdient, zwei sogenannte Todtenmahle,
deren eines oberhalb der Hauptscene fünf flacher gehaltene
Nebenvorstellungen in fensterartigen Quadraten aufweist,
das andere durch seine Inschrift [Zt ( v]sootoi; AvtwcXxiSou
xp'j-avcücdv to oeÜTspov y.ai oi xapa-py-avEic TnjidSvj Interesse erregt.
Den Grabreliefs nahe verwandt ist endlich eine Grabplatte,
auf welcher in leidlich erhaltenen Farben eine Abschiedscene
gemalt ist, ganz in der Weise der entsprechenden Reliefs,
jedoch mit einigen bemerkenswerthen Variationen, die eine
ziemlich starke sachliche Aehnlichkeit mit dem sogenannten
.Leukothea'- relief der Villa Albani bewirken.
Die 39 Reliefs in Holland ergeben zusammen mit den
235 in England eine Gesammtzalil von 274 Stück.“
So weit Michaelis.
Schneller als man anfangs für ausführbar halten durfte,
haben wir einen grossen Theil des ganzen vorhandenen Vorraths
von griechischen Grabreliefs in besonders verlässlicher
Gestalt bereits in unsern Händen. Möge es auch für das
Uebrige an willigen Helfern nicht fehlen, damit namentlich
von den so vielfach vereinzelt, zerstreuten Exemplaren uns
nicht allzuviel und möglichst Nichts sehr Wichtiges entgehe.
Alle, die mit Hand anlegen, Nachrichten, Beschreibungen,
Zeichnungen, Photographien oder Papierabklatsche der Akademie
einsenden wollen, werden nicht nur unsern Dank, sondern
das Verdienst und die Freude sich erwerben, zu einer
Arbeit beigesteuert zu haben, die eine bisher noch nicht in
recht vollem Strome fliessende Quelle der Kenntniss griechischer
Art und Kunst ganz eröffnen soll.