Horawitz. Beiträge za den Sammlungen von Briefen Ph. Melanchthons.
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Beiträge zu den Sammlungen von Briefen
Philipp Melanchthons.
Yon
Adalbert Horawitz.
Bei meinen Vorarbeiten zur Herausgabe der ungemein
reichhaltigen und für die literarischen Verhältnisse des Reformationszeitalters
sehr instrüetiven Correspondenz des Kaspar von
Niedbruck wurde ich auf mehrere Briefe Melanchthons
geführt, die in den Codicibus 9737 i. und k. der Wiener
k. k. Hofbibliothek (Caps. Kolk II, III, XIII und XVII) enthalten
sind. Ausserdem fand ich noch einige andere Episteln
und Schriftstücke Melanchthons in dem Codex 9737 h. (Caps.
Kolk II—IV) derselben Bibliothek. Von der Ueberzeugung
ausgehend, dass auch keine Zeile des trefflichen „Praeceptor
Germaniae“ geringgeschätzt und der Vergessenheit überlassen
werden dürfe, übergebe ich im Folgenden diese selbst Bretschneider
(Corpus Reformatorum) unbekannten Documente der
0Öffentlichkeit. Ich thue dies trotzdem, dass vier derselben
in dem soeben erschienenen werthvollen Supplemente zum Corpus
Reformatorum (Philippi Melanchthonis Epistolae, Iudicia, Consilia
Testimonia Aliorumque Ad Eum Epistolae Quae In
Corpore Reformatorum Desiderantur disposuit Henricus Ernestus
Bindseil etc. Hallis Saxonum G. Schwetschke 1874) edirt
wurden. Denn diese Edition ward nach Chmels schätzbarem
Verzeichnisse der Wiener k. k. Hofbibliothek II. Bd. S. 235 f.
veranstaltet, an welchem Orte — an dem man allerdings dergleichen
nicht suchen wird — jene Briefe, nicht nach den
Originalen, sondern nach einer späteren Abschrift (in Cod.