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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

Berichte  über  Handschriften  des  sog.  Schwabenspiegels.

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wert  he  aber  drey  stunde  obir  recht  der  schulde,  me  sal  jme
die  hant  abe  sclan.
158.  Von  den  zwelff  scheppen.
Es  ist  gewonheit,  das  me  zwelff  scheppen  nymmet  die
deine  [richter]  sollen  helffen  richten,  vnd  heisszen  scheppen.
Die  sollen  wiesze  lüde  sin,  vnd  vor  gerichte  vmb  eyne
igliche  Sache  vrteil  fynden.  so  sal  das  minste  deine  meisten
folgen.
Sze  zchehe  auch  wol  or  vrteil  an  den  lioen  richter.  das
sollen  sze  thun  alze  hie  vor  gesprochen  ist.
Vmine  ein  vorworffen  vrteil  das  forder  dor  sal  die  richter ­
  nicht  mher  vmme  fregen.  deine  das  vrteil  gefunden
wirt  etc.
182.  Wer  körn  stelt  des  nachtes,
der  ist  des  galgen  schuldig.
Es  sal  niemants  des  nachtes  futteren,  wer  aber  das  tudt,
vnd  ist  es  cynes  penninges  wert,  es  ghet  yme  an  die  hant.  jst
[es]  eines  schillinges  wert,  es  ghet  jm  an  den  lip,  das  me
sal  en  henken.
Vnd  ist  es  das  ymant  in  der  kerchen  stelt,  me  zudt
eil  mit  rechte  heruss,  tudt  he  es  des  nachtes.  tudt  he  es  des
tages,  szo  galt  das  pennig  wert  den  rehtern  dumen,  vnd  das
schillig  wert  edder  mher  die  rechten  hant.  tudt  he  die  tott
zum  andern  mal,  me  sclett  yme  den  andern  dumen  abe.  tudt
he  es  zum  drettenmal,  me  sclett  yme  die  hant  abe  etc.
186.
So  zwene  zu  gliche  vff  ein  gudt  clagen,  vnd  sprechen  es
habe  en  ein  herre  edder  ein  ander  man  zu  eygen  gegeben,
edder  zu  lehen  geleygen,  edder  vorsactzt,  vnd  kommen  beyde
vor  gerichte,  vnd  der  eyne  zudt  an  eyne  gewerre,  des  glichen
der  ander,  vnd  sprechen  beyde  sze  haben  den  besictz,  vnd  ist
es  eygen  phandunge  eddir  farende  gudt  vnd  lidt  im  gerichte
dor  es  beelagt  ist,  en  sal  der  richter  einen  tag  geben,  das  sze
beyde  oren  besictz  erwissen.
Der  sinen  bewissz  vnd  besictz  bybrenget,  der  hadt  behalden.
  der  sinen  nicht  brengt,  der  hatt  vorlorren.  brengen  sze
beyde,  szo  behelt  der  beste  bewisz  etc.
            
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