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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

Berichte  über  Handschriften  des  sog.  Schwabenspiegels.

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edder  eynes  closters,  edder  eyner  stadt  jngesegel,  edder  des
lantrichters. 1
Edder  ]ie  sal  vor  sine  heren  varren,  edder  den  richter,
vnd  sal  en  zu  gezeugen  zilien,  vnd  ander  die  dor  bey  sein.
Wil  lie  yme  das  gar  stede  machen,  so  sectze  he  yme
eynen  zins  dor  vff.  dor  mit  hat  he  die  were  dor  anne,  vnd
mag  des  mit  rechte  nit  vorlesszen.
Hat  he  abir  erben,  die  wedder  sprehen  es,  ab  sze  wullen.
aber  sze  mögen  sich  vorsumen.
Vnd  ist  das  den  mhan  ehehafftige  nott  anghett  der  dusse
gäbe  hatt  gethan,  der  sal  sein  gutt  angriffen,  vnd  sal  sine  ehehafftige ­
  nott  dor  mede  schaffen,  vnd  wil  jme  eyner  werren,
szo  sal  he  faren  vor  sinen  herren  edder  vor  den  richter,  vnd
sal  sine  ehehafftige  nott  beredden.  das  ist  hunger,  kommer,
frost,  vnd  dorst,  gefengnisse  ohne  sine  schulde,  ab  he  das  getudt,
  szo  sal  die  richter  jennem  gebeden  das  he  en  dor  anne
nicht  en  erre.  szo  wert  he  sines  gudes  mit  rechte  wol  meclitigk.
  vnd  wer  es  dor  nach  gewinnet,  der  hatt  es  mit  rechte,
vnd  hatt  recht  dor  zu.
Es  mag  auch  die  mhan  deme  die  gäbe  gegeben  wirt  Vorwerken ­
  wedder  den  die  sze  yme  gegeben  hatt  das  sze  yme
slechtes  ledig  wert,  alze  duess  buch  hie  vor  saget:  wy  ein
soen  sin  erbe  vorwerket,  szo  vorwerket  jenner  auch  sine  gäbe.
Die  gäbe  heisset  stede  die  vor  deme  richter  geschutt.
die  heisset  auch  stede  die  mit  der  scrifft  geschutt.  die  heisset
abir  allerstedest  die  mit  der  gewerre  geschutt.
Wer  sich  an  synem  rechten  nicht  vorsumen  mag-,  der
xxxiij  artikel.
Das  l  iehe  vnd  die  Swobe  die  mögen  sich  nicht  vorsumen
an  orem  erbe  die  wyle  sze  ertzugen  mögen.
Duesz  recht  gab  en  konnig  Karlus  do  der  hertzoge  Bertolt ­
  mit  deme  Karolo  jn  Rome  vill  vnd  das  erobertt  etc.
Wo  ein  eyn  recht  anfeidt,  do  sal  he  auch  recht  nhemen.
der  xxxiiij  artikel.
Ein  iglich  mhan  der  vsz  einem  lande  ist  vnd  kommet  in
das  ander,  vnd  wel  he  do  gerichte  recht  nhemen  vmb  ein  gudt

1  Am  Rande  ist.  liier  von  der  ursprünglichen  Hand  die  Bemerkung:  Von
obbirgabe  sue  den  gantzen  artikel.
Sitzungeber.  d.  pbil.-hiöt.  01.  LXXVI.  Bd.  II.  Hft.  lil
            
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