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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

28G

Rockinger.

Nemen  auch  zwene  gebruder  zwo  geswister,  vnd  nymmet
ein  anders  fromedes  wieb,  ore  kinder  sint  gliche  nhae  besibbet
vndernander,  vnd  nhemen  auch  gliche  nhae  erbe,  ab  sze  jme
ebenbortigk  ist.  vnd  so  haben  geswisterde  vnd  gebrodere  die
ersten  sibbe  zal  die  men  möge  .rechen,  das  wider  ville  lüde
ist.  vnd  moisz  doch  wer  vor  den  rechten  meisteren.
So  habin  geswister  kinde  die  anderen  sibbe,  vnd  sten  an
deine  anderen  lede  von  deine  heubede  hier  ab  her  gezalt:  das
geledt  heisset  die  elleboge.
So  haben  geswester  hindere  kinde  die  dretten  sibbe.  das
ist  auch  an  deme  dretten  gelede.  das  ist  das  geledt  dar  die
liant  an  den  arm  stosset.
Vnnd  dor  nach  der  kinder  kint  haben  die  verden  sibbe.
vnd  die  sthen  auch  an  deme  verden  lede,  das  ist  das  geledt
dor  die  mittelfinger  an  die  haut  stosset.
Die  funfften  kinde  sthen  an  deme  funfften  lede.  das  ist
das  ander  geledt  des  mittein  fingers.
Die  sechsten  kinder  stein  an  deme  sesten  gelede.  das  ist
das  drette  geledt  des  mittelfingers.
Die  sobenden  kinder  die  sthen  forne  an  deme  nagele  des
mittein  fingers,  vnd  heissen  nagel  magen.
Vnd  welche  kinde  zwischen  deme  heubethe  vnd  deme
nagel  sich  glichen,  die  mögen  auch  szo  an  glicher  statt  szo
erbe  nehemen.
Vnd  so  die  mhan  jo  necher  ist  an  der  sibden  zal  szo  he
auch  basz  erbet.
Ein  iglich  man  die  an  die  sobenden  sibbe  ist  kommen
die  mögen  sich  zu  der  ehe  nehemen.  doch  hat  de  pobest  erleubet
  wib  zunliemen  in  der  funfften  sibbe,  so  mag  doch  der
pobest  kein  recht  sectzen  dar  mede  hee  duesz  lantrecht  ergeren
  möge.
Von  gezeugen  die  man  vorlegen  mag  edder  nicht,  xv  artikel.
Wir  sullen  auch  wissen  wer  nicht  gezeuge  mag  sein,  die
kinder  die  nicht  vertzen  jor  alt  sein,  vnd  ein  frauwe,  alleyne
vmme  eheliche  Sache,  szo  wir  her  nach  nennen,  vnd  boeben,
vnd  die  szo  gethan  sein  das  en  ore  frunde  ore  eygen  gudt  vor
gerichte  ane  winnen  die  ore  Vormunden  sein,  vnd  es  mit  orer
thumheit  dor  zu  brengen,  vnd  auch  die  vnsinnich  sint.  blinden
            
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