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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

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Ro  ctin  ger.

Vnd  wirt  der  halben  duesz  buchlin  genant  ,der  lantrichter*
  der  orsache  1  das  es  ausz  allen  rechten  gezogen  vnd
in  allen  landen  gebraucht  wol  xnagk  werden.
Vnd  sint  die  artikel  wie  volget.  vnd  sint  durch  sanct
Siluester  habest  vnd  konigk  CJonstantinum,  sanct  Helenen  soen,
alzo  vorordenet  etc.

IV.
Ich  halte  es  nunmehr  nicht  für  ungerechtfertigt,  zur  genaueren ­
  Würdigung  des  Ganzen  eine  Reihe  von  mehr  oder
weniger  gegenüber  dem  gewöhnlichen  Texte  unseres
Rechtsbuches  abweichenden  Artikeln  2  entweder  ihrem
vollständigen  Wortlaute  nach  oder  wenigstens  in  grösseren
Stücken,  als  das  oben  unter  II  in  den  Noten  geschehen  ist,
mitzutheilen.
1.  Von  den  frygen  luden,  der  erste  artikel.
Hie  salijie  horren  von  frygen  luden  was  recht  die  haben.
Es  heissen  etliche  semper  frygen.  das  sint  die  frien  herren
  vnd  forsten.
Die  anderen  mittelfreygen.  das  sint  die  der  hoichen  freygen
  mhan  sint.
Die  dretten  sint  gebuere  dy  da  frey  sint.  das  heissen
freyge  lantsassen.
Der  haben  etzliche  or  sundere  recht,  alze  wir  her  nach
wollen  sagen.
Aus  2  =  L  1b.
Sint  godt  den  menschen  in  szo  hoicher  wirdigkeit  geschaffen ­
  hait,  alze  hie  vor  gescrebin  ist,  szo  hadt  he  auch  deine
menschen  gegebenn  do  medt  he  zu  deine  bemmelriche  kommen
sal,  zu  der  ewigen  wirdigkeit,  den  eynigen  Cristum,  zur  ewigen
erhaltunge  etc.  da  zu  dan  auch  ville  gebodde,  wy  mhan  lesset
in  deme  Moysze,  do  medt  die  sinen  zu  schaffen  hetten  vnd  in
1  Zuerst  war  geschrieben:  der  halben.
-  Ich  behalte  die  Schreibweise  des  Codex  mit  der  einzigen  Ausnahme  bei,
dass  anstatt  des  äusserst  häufig  erscheinenden  zc  immer  nur  z  gesetzt
ist,  also  beispielsweise  gleich  in  Art.  I  zal  anstatt  zeal,  bezeiehen  anstatt ­
  bezceichen,  zrreyunge  anstatt  zeweyunge,  zwene  und  zwo  anstatt
zewene  und  zewo,  zwischen  anstatt  zewisehen  u.  s.  w.
            
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