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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

Ueber  die  Geeammtausgabe  der  griechischen  Grabreliefs.

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Grabreliefs  ausserhalb  des  alten  Dipylon  bei  der  heutigen
Kapelle  der  Agia  Trias  (App.  Ag.  Trias.  Athen  7.  Kumanudis
  *  305).  Die  Grabsteine  bei  der  Agia  Trias  haben  sich
gleich  nach  ihrer  Entdeckung  durch  den  alten  Zusammenhang ­
  mit  der  Oertlichkeit,  der  so  selten  in  dieser  Weise
bewahrt  blieb,  durch  die  grossentheils  vortreffliche  Erhaltung ­
  ,  durch  die  Schönheit  der  Arbeit  bei  vielen,  durch  das
Interesse  einer  bestimmten  an  einen  der  Grabsteine  geknüpften
historischen  Thatsache,  so  sehr  der  allgemeinen  Aufmerksamkeit ­
  empfohlen  (s.  C.  Curtius  in  der  archäologischen  Zeitung
1872,  S.  12  ff.,  wo  auch  die  übrige  Litteratur  nachgewiesen  ist),
dass  hier  ein  Hinweis  auf  besondere  Einzelheiten  nicht  am
Platze  scheint.
Im  Horologium  des  Andronicus  Cyrrhestes,  dem  gewöhnlich ­
  sogenannten  Tliurme  der  Winde,  bleibt  das  wichtigste
Stück  unter  den  dort  verwahrten  Grabreliefs  dasjenige  Fragment ­
  (App.  Windethunn  37.  R.  Schoene  griech.  Reliefs  122),
welches  sich  seiner  Art  nach  zu  allernächst  mit  dem  Grabrelief ­
  in  der  Villa  Albani  zu  Rom,  dem  sogenannten  Relief
der  Leukothea,  verbindet.  Auch  das  dem  Fundorte  nach
seltene  Grabreliefstück  aus  Abdera  (App.  Windeth.  *  30.
R.  Schoene  griech.  Reliefs  123)  befindet  sich  jetzt  im  Thurme
der  Winde.  Sonst  ist  eine  reichst  ornainentirte  Grabvase  dort
besonders  bemerkenswerth  (App.  Windeth.  25 al>0 ).
Besonders  ausgezeichnet  ist  endlich  noch  die  Reihe  der
Grabreliefs  in  der  Sammlung  der  archäologischen  Gesellschaft ­
  im  Barbakeion.  Man  erkennt  unschwer,  wie  für
diese  Sammlung  unter  besonders  intelligenter  Leitung  manches ­
  ausgewählte  Stück  eigens  gesucht  und  erworben  wurde.
An  erster  Stelle  nenne  ich  das  Stück  einer  Grabstelc  (App.
Barbak.  1),  welches  in  der  Kunstgeschichte  fortan  viel  genannt
werden  wird,  nachdem  es  erst  vor  Kurzem  aus  der  alten  Stadtmauer ­
  im  Nordwesten  Athens  hervorgezogen,  für  das.  Berliner
Museum  geformt  und  nach  dem  Ausgusse  von  E.  Curtius
(Abhandl.  der  k.  Ak.  der  Wiss.  zu  Berlin  1873,  S.  153  ff.)
publicirt  wurde.  Der  Verstorbene  war  auf  der  schmalen  Stele
aufrecht  stehend  in  Profilansicht,  wie  .Aristoteles,  dargestellt;
er  hält  in  der  linken  Hand  geschultert  einen  Diskus.  Es  ist
fast  nur  der  Kopf  und  hinter  demselben  der  gehobene  Diskus
            
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