Ueber die Geeammtausgabe der griechischen Grabreliefs.
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Grabreliefs ausserhalb des alten Dipylon bei der heutigen
Kapelle der Agia Trias (App. Ag. Trias. Athen 7. Kumanudis
* 305). Die Grabsteine bei der Agia Trias haben sich
gleich nach ihrer Entdeckung durch den alten Zusammenhang
mit der Oertlichkeit, der so selten in dieser Weise
bewahrt blieb, durch die grossentheils vortreffliche Erhaltung
, durch die Schönheit der Arbeit bei vielen, durch das
Interesse einer bestimmten an einen der Grabsteine geknüpften
historischen Thatsache, so sehr der allgemeinen Aufmerksamkeit
empfohlen (s. C. Curtius in der archäologischen Zeitung
1872, S. 12 ff., wo auch die übrige Litteratur nachgewiesen ist),
dass hier ein Hinweis auf besondere Einzelheiten nicht am
Platze scheint.
Im Horologium des Andronicus Cyrrhestes, dem gewöhnlich
sogenannten Tliurme der Winde, bleibt das wichtigste
Stück unter den dort verwahrten Grabreliefs dasjenige Fragment
(App. Windethunn 37. R. Schoene griech. Reliefs 122),
welches sich seiner Art nach zu allernächst mit dem Grabrelief
in der Villa Albani zu Rom, dem sogenannten Relief
der Leukothea, verbindet. Auch das dem Fundorte nach
seltene Grabreliefstück aus Abdera (App. Windeth. * 30.
R. Schoene griech. Reliefs 123) befindet sich jetzt im Thurme
der Winde. Sonst ist eine reichst ornainentirte Grabvase dort
besonders bemerkenswerth (App. Windeth. 25 al>0 ).
Besonders ausgezeichnet ist endlich noch die Reihe der
Grabreliefs in der Sammlung der archäologischen Gesellschaft
im Barbakeion. Man erkennt unschwer, wie für
diese Sammlung unter besonders intelligenter Leitung manches
ausgewählte Stück eigens gesucht und erworben wurde.
An erster Stelle nenne ich das Stück einer Grabstelc (App.
Barbak. 1), welches in der Kunstgeschichte fortan viel genannt
werden wird, nachdem es erst vor Kurzem aus der alten Stadtmauer
im Nordwesten Athens hervorgezogen, für das. Berliner
Museum geformt und nach dem Ausgusse von E. Curtius
(Abhandl. der k. Ak. der Wiss. zu Berlin 1873, S. 153 ff.)
publicirt wurde. Der Verstorbene war auf der schmalen Stele
aufrecht stehend in Profilansicht, wie .Aristoteles, dargestellt;
er hält in der linken Hand geschultert einen Diskus. Es ist
fast nur der Kopf und hinter demselben der gehobene Diskus