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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

Ueber  die  provenzalischen  Liederhandschriften  des  G.  M.  Barbieri.

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derselben  Hs.  seien,  welche  die  Quelle  (oder,  wollen  wir
hinzufügen,  ein  Ausfluss  aus  der  Quelle)  von  E  war,  und
wiederum  sagt  er  in  Beziehung  auf  e,  eine  der  zwei  Hss.  von
Plä  müsse  mit  C  E  nahe  verwandt  gewesen  sein.
Das  LMich.  stellt  uns  demnach  wenigstens  einen  Theil
einer  Hs.  dar,  welche  von  Miquel  de  la  Tor  zusammengestellt,
als  ein  älteres  Glied  jener  Familie  sich  erkennen  lässt,  zu
welcher  C  E  gezählt  werden  dürfen.  Der  Verlust  dieser  Hs.
ist  um  so  mehr  zu  beklagen,  als  auch  Barbieri’s  Abschrift  uns
nicht  mehr  vorliegt.
Für  einen  Zusammenhang  zwischen  LMich.  und  Nostradamus’
  Quellen  sprechen  einigermassen  die  Angaben  über  die
Autorschaft  des  Marienliedes.  Ferner  zwischen  a,  einem  Ausflusse ­
  von  einer  Quelle  Nostradamus’,  und  LMich.  findet  man
darin  eine  Beziehung,  dass  beide  zwei  Gedichte  von  Luquet
Gatelus  kennen.  Sowol  b 2  (aller  Wahrscheinlichkeit  nach  eine
Abschrift  oder  ein  Bruchstück  von  LMich.)  als  a  schreiben
Si  ai  perdut  mon  saber  dem  Pons  de  Capdueill  zu.  Weitere  Beziehungen ­
  von  a,  wenn  auch  nicht  bestimmt  zu  LMich.,  so  doch
zu  Barbieri’schem  Material,  finden  wir  darin,  dass  nur  a  den
von  Barb.  angeführten  Titel  des  grammatischen  Werkes  von
Raimon  Vidal  kennt.  Im  Namensverzeichnisse  führt  Barbieri
Jordan  Borneil  de  Cofolenc  an,  worin  Jordan  Bonei  und  Jordan
de  Cofolen  sich  vereinigt  finden  und  a  kennt  einen  Jordan  Bonei
de  Cofemet.
Bei  dieser  Gelegenheit  sei  noch  ein  Umstand  erwähnt.
Von  Alegret  wird  aus  LAss.  fol.  86  das  Sirventes  Ara  pareisson,
dann  aber  auch  ein  Brief  angeführt,  dessen  zwei  erste  Verse:
Dompna  c’avetz  la  senhoria
De  joven  e  de  cortesia
lauten.  Es  fehlt  die  Angabe  der  Hs.,  und  dass  es  in  LAss.
kaum  enthalten  war,  werden  wir  später  sehen.  Barbieri  muss
es  in  irgend  einer  anderen  seiner  Hss.  gehabt  haben.  Nun
kommt  dieser  Brief  anonym  nur  noch  in  N  vor, 1  einer  Hs.,
1  Und  zwar  sind  beide  Verse  in  N  mit  den  bei  Barbieri  gleichlautend.
Ich  weiss  di$s  aus  einer  Mittheilung  von  Dr.  Hermann  Suchier,  welcher
zugleich  die  Güte  hatte,  mir  sein  Verzeichniss  von  N  zur  Einsicht  zuznsenden.

            
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