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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

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Mussafia

die  Lesung  bei  den  vier  Versen  von  Guillem  de  Salinhac
(fol.  9)  könnte  uns  schwankend  machen;  indessen  lässt  sich
noch  immer  annehmen,  dass  Plä  dieses  Lied  seiner  zweiten  uns
unbekannten  Hs.  entnommen  habe.
Mit  welcher  unter  den  älteren  Hss.  mag  LMich.  verwandt
gewesen  sein?  Die  Uebereinstimmung  der  Angaben  über  Lieder
von  Guillem  de  Durfort,  Jaufre  Rudel  und  Raimon  Vidal,  dann
über  die  Autorschaft  von  A  vos  cui  tenc  deuten  an,  dass  LMich.
und  C  derselben  Familie  angehören.  Dass  dies  nicht  Abweichungen ­
  in  den  Lesarten  (z.  B.  bei  Guiraudot)  oder  in  dem
Zuweisen  einzelner  Lieder  dem  einen  oder  dem  anderen  Dichter
(siehe  z.  B.  unter  Guillem  Magret)  ausschliesst,  braucht  kaum
gesagt  zu  werden.
Die  zwei  Lieder  des  Guiraut  d’Espanha  und  die  Stellung
der  Verse  8.  9.  im  Briefe  von  Raimbaut  de  Vaqueiras  hatte
LMich.  mit  C  E  gemein,  welche  zwei  Hss.  nach  Bartsch  u.  A.
,in  vieler  Beziehung  unter  sich  verwandt  sindb
Mit  E  speciell  hat  LMich.  die  Schreibung  Ul  für  mouillirtes
l,  und  wenigstens  ein  Mal  im  Drucke  (siehe  oben  Sordel)  die
Formel  aun  statt  an  gemein. 1
Einen  anderen  Berührungspunkt  des  LMich.  mit  E  bilden
die  ausführlicheren  Biographien.  2  Nur  mit  dem  Unterschiede,
dass  dieselben  in  E  einen  eigenen  Abschnitt  der  Hs.  bilden,
während  sie  in  LMich.  vor  den  Liedern  der  betreffenden  Dichter
stehen.  Letztere  Einrichtung  ist  nach  Bartsch  ein  Merkmal
der  älteren  Hss.  ä
Das  bisher  Gesagte  trifft  mit  einigen  der  Bemerkungen
Bartsch’s  über  b 2  und  e  zusammen.  Auch  er  findet  es  wahrscheinlich, ­
  dass  diese  beiden  Hss.  theilweise  Copien  einer  und

1  Bartsch  hat  für  das  Verhältniss  der  ganzen  Hs.  b  zu  E  den  Umstand
hervorgehoben,  dass  beide  Can  si  caryol  ram  demselben  Dichter  zuschreiben; ­
  es  handelt  sich  aber  um  den  ersten  Theil  von  b,  der  viele
Hss.  darstellt;  das  in  Rede  stehende  Citat  betrifft  nicht  LMich.,  sondern
LAss.
2  Ausführlichere  Biographien  kommen  auch  in  P  vor:  doch  ist  Benützung
dieser  Hs.  von  Seite  Barbieri’s  kaum  anzunehmen.  Denn  erstens  fehlen
in  P  manche  der  in  LMich.  enthaltenen  Biographien  (z.  B.  A.  Daniel,
Folquet  de  Marseilla);  dann  weicht  die  Lesung  der  innerhalb  der  Biographien ­
  in  P  vollständig  mitgetheilten  Strophen  vielfach  von  den  Texten
Barbieri’s  ab.
            
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