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Mussafia
die Lesung bei den vier Versen von Guillem de Salinhac
(fol. 9) könnte uns schwankend machen; indessen lässt sich
noch immer annehmen, dass Plä dieses Lied seiner zweiten uns
unbekannten Hs. entnommen habe.
Mit welcher unter den älteren Hss. mag LMich. verwandt
gewesen sein? Die Uebereinstimmung der Angaben über Lieder
von Guillem de Durfort, Jaufre Rudel und Raimon Vidal, dann
über die Autorschaft von A vos cui tenc deuten an, dass LMich.
und C derselben Familie angehören. Dass dies nicht Abweichungen
in den Lesarten (z. B. bei Guiraudot) oder in dem
Zuweisen einzelner Lieder dem einen oder dem anderen Dichter
(siehe z. B. unter Guillem Magret) ausschliesst, braucht kaum
gesagt zu werden.
Die zwei Lieder des Guiraut d’Espanha und die Stellung
der Verse 8. 9. im Briefe von Raimbaut de Vaqueiras hatte
LMich. mit C E gemein, welche zwei Hss. nach Bartsch u. A.
,in vieler Beziehung unter sich verwandt sindb
Mit E speciell hat LMich. die Schreibung Ul für mouillirtes
l, und wenigstens ein Mal im Drucke (siehe oben Sordel) die
Formel aun statt an gemein. 1
Einen anderen Berührungspunkt des LMich. mit E bilden
die ausführlicheren Biographien. 2 Nur mit dem Unterschiede,
dass dieselben in E einen eigenen Abschnitt der Hs. bilden,
während sie in LMich. vor den Liedern der betreffenden Dichter
stehen. Letztere Einrichtung ist nach Bartsch ein Merkmal
der älteren Hss. ä
Das bisher Gesagte trifft mit einigen der Bemerkungen
Bartsch’s über b 2 und e zusammen. Auch er findet es wahrscheinlich,
dass diese beiden Hss. theilweise Copien einer und
1 Bartsch hat für das Verhältniss der ganzen Hs. b zu E den Umstand
hervorgehoben, dass beide Can si caryol ram demselben Dichter zuschreiben;
es handelt sich aber um den ersten Theil von b, der viele
Hss. darstellt; das in Rede stehende Citat betrifft nicht LMich., sondern
LAss.
2 Ausführlichere Biographien kommen auch in P vor: doch ist Benützung
dieser Hs. von Seite Barbieri’s kaum anzunehmen. Denn erstens fehlen
in P manche der in LMich. enthaltenen Biographien (z. B. A. Daniel,
Folquet de Marseilla); dann weicht die Lesung der innerhalb der Biographien
in P vollständig mitgetheilten Strophen vielfach von den Texten
Barbieri’s ab.