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Conze.
griech. Vasenbilder zu Taf. XII, Fig. 10). Ziemlich reichhaltig
ist das neue Museum an solchen Grabsteinen, auf denen der
neben einander bestehende Gebrauch der Bemalung und der
Ausführung von Reliefdarstellungen, und unter denen mannigfache
Beispiele der verschiedenen Uebergangsformen von
reiner Malerei bis zum Hochrelief recht augenfällig sind.
Besonders häufig sind die nur bemalten oder, wie man trotz
ganz verschwundener Farbenspuren deutlich sieht, bemalt gewesenen
Akroterien der Grabstelen. Der sonstige aufgemalte
Zierrath, bis zu figürlichen Darstellungen, ist vielfach auch
nach dem völligen Verschwinden der Farben aus der jetzt
leer gewordenen Stelle noch sicher zu erkennen (so App. Neues
Mus. Athen 18. * 97. *110. *123. *124), mehrfach sind aber
auch Farbenspuren noch vorhanden (App. Neues Mus. Athen *94.
* 103. * 145. * 147. * 151); das älteste dieser Beispiele ist * 147,
der Grabstein eines Antiphanes (Av-t<pavsu<;). Besondei’s deutlich
ist auf einem Steine (App. Neues Mus. Athen *146) noch
die Malerei sichtbar, ein schwärzlich skizzirter Reiter auf lebhaft
rothem Grunde. Diesen nur bemalten Grabsteinen stehen
zunächst die, auf welchen die figürlichen Darstellungen nur
mit vertieften Linien aufgezeichnet sind, wozu ursprünglich
wahrscheinlich Farbe hinzugegeben wurde (App. Neues Mus.
Athen *77. * 78. *148); darauf folgen diejenigen Steine, auf
welchen um solche in Umrissen auf die Fläche eingezeichneten
Figuren eine Schicht des Grundes bis zu einer viereckigen,
das ganze Bild umfassenden Linie herausgenommen ist
(App. Neues Mus. Athen 16. *42. *60. *66). Die so noch
flach bleibenden Figuren wurden dann aber auch in verschiedenen
Graden rundlich erhoben modellirt, wovon ein leiser
Anfang auf einem Steine des neuen Museums (App. *65) sich
zeigt. Darüber hinaus gehen die eigentlichen Hochreliefs. Zu
solchen mit dem technischen Verfahren die stilistischen Eigenthümlichkeiten
erklärenden Beobachtungen, wie sie R. Schöne
(griechische Reliefs S. 21) noch kürzlich anstellte, werden die
Grabreliefs ein überreiches Material bieten. Auch halbfertig
gebliebene Grabsteine sind hierfür lehrreich. Einen solchen,
noch dazu einen lapidaren Palimpsest, da er aus einem
älteren Inschriftsteine, dessen Zeilen noch theilweise sichtbar
sind, gemacht wurde, finden wir gleich unter den