208
Mnssafia.
Das X. Capitel ('S. 95—138) handelt ,de i trovatori provenzalk.
Nach einigen Bemerkungen über die Sprache, beginnt
er mit der Aufzählung der Dichter. Zuerst spricht er, der bekannten
Stelle Petrarca’s folgend, vom Aeltesten: Peire d’ Alvernhe,
dann * Giraud de Borneill, 1 und da Dante Diesem Arnaut
Daniel vorzog, wird hier auch Dieser besprochen, und dessen
Freundschaft mit Bertran de Born erwähnt. Ein eigener Abschnitt
ist dann Letzterem gewidmet. Wahrscheinlich durch die
Erwähnung von Bertran in den Cento novelle antiche kommt
Barbieri nun auf Rigaut de Berbezill zu sprechen, dessen Lied
Atressi com Volifans (o. A.) vollständig mitgetheilt wird. An
Petrarca wieder anknüpfend wird Folquet de Marseilla erwähnt
und das ganze Lied Tan m’abelis (o. A.) gedruckt. Es folgen
* Peire Yidal, Gauselmo Faidit. Als Petrarca von dem men famoso
Arnaldo sprach, mag er *Arnaut de Marveill gemeint haben;
da aber unter den Provenzalen andere Dichter dieses Namens
Vorkommen, so mögen sie erwähnt werden: Arnaut Plages,
Arnaut Catalans, Arnaut Tintinhac. Als Petrarca sagte: l’uno
et l’altro Raimbaldo, so verstand er unter dem Einen gewiss
Kaimbaut de Vaqueiras; unter dem Anderen kann man Raimbaut
d’ Aurenga oder Raimbaut Deira verstehen. Drei Amerighi
findet der Verfasser: Aimeric de Belenuei, Aimeric de
Peguillan, Americ de Sarlat. Unter den Ughi gab es Uc de
Samsir, Uc da Pena, *Uc Lo-brus, Uc de Bersie. Bei Letzterem
wird Folquet de Romans erwähnt, und bei dieser Gelegenheit
auch über Diesen berichtet. Zu den Ughi wiederkehrend,
wird noch Uget de Mataplana angeführt, und einige Verse
seines Liedes D'un serventes mitgetheilt. Bei dieser Gelegenheit
wird auch der Streich berichtet, welcher Rainion de Miraval
gespielt wurde und zu Uc’s Serventes Veranlassung gab. Der
Guglielmi gibt es Viele: *Guilem de Capestanh, *G. de Saint
Leidier, *G. de Balaon, welche, da sie früher zur Sprache
kamen, den Verfasser nicht mehr auf halten dürfen. Dann
G. de Berguedam, G. de Salanhac, G. Magret, *G. de Biais o
de Biarn, *G. de Dur Fort, G. Montanagö, G. de Saint Grigori,
G. de la Tor, *G. Figera, über welchen Amerigo di Peguillan
und Sordello je eine Cobla dichteten. Doch genug der Guglielmi
1 Ich bezeichne mit einem Sternchen die Namen jener Dichter, von denen
an der betreffenden Stelle keine Verse citirt werden.