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Conze.
aufzuzählen: nirgends sind so viele, wie in der Maffeischen
Sammlung im Museo lapidario zu Verona. In Venedig ist,
namentlich seitdem das Museo Nani verkauft wurde, wenig
zurückgeblieben; das Museum der Marciana ist arm an Grabreliefs.
Dagegen ist eine auch in Bezug auf seine Grabreliefs
bedeutendere venetianiscbe Privatsammlung, die der Familie
Obizzi, auf Schloss Catajo an den euganeischen Bergen erst
durch die neuesten Schicksale der jetzigen Besitzer, der früheren
Herzoge von Modena, in seinem Bestände berührt. Auch
Triest verdankt eine kleine Sammlung namentlich von Grabreliefs
seinen Schifffahrtsverbindungen und der Liebhaberei, die
in Italien sogar Fälschungen hervorrief, von denen, ebenso
wie von störenden Restaurationen, die Grabreliefs sonst freier
geblieben sind. Allgemeiner unterlagen sie einer falschen Interpretation,
welche ihnen theils berühmte historische, theils
mythische Benennungen anhängte.
Dem Ursprünge nach sind mit den oberitalienischen
Sammlungen mit griechischen Grabreliefs einzelne gleiche in
Südfrankreich zusammenzustellen, dessen Hauptvorrath von
solchen Reliefs im Museum zu Avignon allerdings erst aus
Ankäufen vom venetianischen Museo Nani gebildet wurde.
Unter seinem ansehnlichen Besitze griechischer Sculpturen weist
der Louvre zu Paris auch von Gi’abreliefs Bedeutendes auf.
Noch mehr ist in England, seit es als die Königin der
Meere die Ausbeutung der griechischen Fundstellen zu so
grossem Gewinne der Alterthumswissenschaft sich angelegen
sein liess, zusammengekommen. Der bedeutendste ältere Besitz
dieser Art auf englischem Boden dürfte sich in Oxford befinden,
über die Grabreliefs in einer ganzen Anzahl von Privatsammlungen
englischer Gutsbesitzer wird weiter unten in
Michaelis Berichte des Weiteren die Rede sein, auch von den
alles dieses übertreffenden Schätzen griechischer Grabreliefs
im britischen Museum zu London, die sich in beständigem
Zuwachse vermehren.
Auch das erwähnt der Bericht von Michaelis, was den
Holländern ihre maritimen Verbindungen und ihr durch die
Blüthezeit holländischer Philologie gewecktes Interesse zumal
in der Leydener Sammlung in sehr nach Zahl und Werth
hervorragenden Exemplaren zu vereinigen möglich gemacht hat.