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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

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Conze.

aufzuzählen:  nirgends  sind  so  viele,  wie  in  der  Maffeischen
Sammlung  im  Museo  lapidario  zu  Verona.  In  Venedig  ist,
namentlich  seitdem  das  Museo  Nani  verkauft  wurde,  wenig
zurückgeblieben;  das  Museum  der  Marciana  ist  arm  an  Grabreliefs. ­
  Dagegen  ist  eine  auch  in  Bezug  auf  seine  Grabreliefs
bedeutendere  venetianiscbe  Privatsammlung,  die  der  Familie
Obizzi,  auf  Schloss  Catajo  an  den  euganeischen  Bergen  erst
durch  die  neuesten  Schicksale  der  jetzigen  Besitzer,  der  früheren ­
  Herzoge  von  Modena,  in  seinem  Bestände  berührt.  Auch
Triest  verdankt  eine  kleine  Sammlung  namentlich  von  Grabreliefs ­
  seinen  Schifffahrtsverbindungen  und  der  Liebhaberei,  die
in  Italien  sogar  Fälschungen  hervorrief,  von  denen,  ebenso
wie  von  störenden  Restaurationen,  die  Grabreliefs  sonst  freier
geblieben  sind.  Allgemeiner  unterlagen  sie  einer  falschen  Interpretation, ­
  welche  ihnen  theils  berühmte  historische,  theils
mythische  Benennungen  anhängte.
Dem  Ursprünge  nach  sind  mit  den  oberitalienischen
Sammlungen  mit  griechischen  Grabreliefs  einzelne  gleiche  in
Südfrankreich  zusammenzustellen,  dessen  Hauptvorrath  von
solchen  Reliefs  im  Museum  zu  Avignon  allerdings  erst  aus
Ankäufen  vom  venetianischen  Museo  Nani  gebildet  wurde.
Unter  seinem  ansehnlichen  Besitze  griechischer  Sculpturen  weist
der  Louvre  zu  Paris  auch  von  Gi’abreliefs  Bedeutendes  auf.
Noch  mehr  ist  in  England,  seit  es  als  die  Königin  der
Meere  die  Ausbeutung  der  griechischen  Fundstellen  zu  so
grossem  Gewinne  der  Alterthumswissenschaft  sich  angelegen
sein  liess,  zusammengekommen.  Der  bedeutendste  ältere  Besitz
dieser  Art  auf  englischem  Boden  dürfte  sich  in  Oxford  befinden, ­
  über  die  Grabreliefs  in  einer  ganzen  Anzahl  von  Privatsammlungen ­
  englischer  Gutsbesitzer  wird  weiter  unten  in
Michaelis  Berichte  des  Weiteren  die  Rede  sein,  auch  von  den
alles  dieses  übertreffenden  Schätzen  griechischer  Grabreliefs
im  britischen  Museum  zu  London,  die  sich  in  beständigem
Zuwachse  vermehren.
Auch  das  erwähnt  der  Bericht  von  Michaelis,  was  den
Holländern  ihre  maritimen  Verbindungen  und  ihr  durch  die
Blüthezeit  holländischer  Philologie  gewecktes  Interesse  zumal
in  der  Leydener  Sammlung  in  sehr  nach  Zahl  und  Werth
hervorragenden  Exemplaren  zu  vereinigen  möglich  gemacht  hat.
            
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