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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

lieber  die  Gesammtaosgabe  der  griechischen  Grabreliefs.

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holung  sich  errichtete,  durch  unsere  Arbeit  erneuen  und
festigen.
Der  jetzige  Beginn  der  Herausgabe  sämmtlicher  griechischer ­
  Grabreliefs  steht  im  Zusammenhänge  mit  einem  Plane,
den  schon  im  Jahre  1860  Adolf  Michaelis  beim  Studium  der
zahlreichen,  inzwischen  allerdings  vielleicht  bereits  verdoppelten ­
  Grabreliefs  in  Athen  fasste,  als  wir  zusammen  und  in  vollster ­
  Arbeitsgemeinschaft  dort  verweilten.  Die  ersten  damals  in
Athen  zur  genaueren  Beobachtung  und  Sammlung  gemachten
Schritte,  bei  denen  Karl  Timler  als  Zeichner  hülfreich  war,
setzte  Michaelis  nachher  noch  in  andern  Sammlungen,  namentlich ­
  in  Paris  und  London,  fort,  bald  aber  stellten  sich  die  dem
Einzelnen  unübersteiglichen  Schwierigkeiten  seinen  Bemühungen,
denen  inzwischen  sich  auch  andere  Ziele  boten,  in  den  Weg
und  die  Sache  galt  als  aufgegeben.  Dieser  vor  meinen  Augen
begonnene,  in  täglichem  Verkehre  besprochene,  auch  einigermassen
  geförderte  Versuch  hat  aber  mir  persönlich  die  Zweckmässigkeit ­
  der  Veranstaltung  eines  Corpus  der  griechischen
Grabreliefs  besonders  nahe  gelegt,  hat  meiner  eigenen  Aufmerksamkeit ­
  für  alles  in  dieses  Thema  Einschlagende  verstärkten ­
  Antrieb  gegeben  und  somit  schliesslich  auch  meinen
am  3.  März  1873  an  die  kaiserliche  Akademie  gerichteten
Antrag  zur  Folge  gehabt,  nach  dessen  Annahme  das  Unternehmen ­
  nunmehr  als  fest  gegründet  gelten  darf.  Der  vollen
Zustimmung  und  ausgiebiger  Mitwirkung  von  Michaelis  Seite
war  ich  dabei  von  Anfang  an  versichert.  Es  kommen  dem
Werke  auf  diese  Weise  von  vorn  herein  mancherlei  ältere
Vorarbeiten  zu  Gute,  welche  Michaelis  ohne  Weiteres  ganz
und  gar  zur  Verfügung  stellte.  Ueber  die  seitdem  bereits  weiter ­
  von  Michaelis  gewährte  thatkräftige  Unterstützung  werde
ich  weiter  unten  seinen  eigenen  Bericht  ein  schalten,  indem  ich
zugleich  aller  andern  Förderung  gedenke,  die  in  reichlichem
Maasse  an  verschiedenen  Orten  dem  jungen  Unternehmen  bereits ­
  zu  Theil  wurde.  Kur  durch  so  vielseitiges  Zusammenwirken ­
  war  der  Erfolg,  welcher  schon  kaum  in  Jahresfrist
aufgewiesen  werden  kann,  möglich,  und  nur  wenn  gleiche,  ja
noch  erheblich  gesteigerte  Gunst  und  Mitarbeiterschaft  in  Zukunft ­
  gewährt  bleibt,  kann,  worauf  es  zu  allererst  ankommt,
die  Beschaffung  des  weit  verstreuten  und  sehr  zahlreichen
            
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