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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

Die  Geschichte  der  Mongolenangriffe  auf  Japan.

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Suke-kuni  erhob  sich  fortwährend  voll  Muth,  unfähig,
den  unbekannten  Räuberscharen  den  Rücken  zu  zeigen.  In
dem  Gedanken,  dass  es  für  unser  Nippon  eine  Schande  wäre,
wenn  er  in  dem  Kampfe  des  Zusammentreffens  besiegt  würde,
sprengte  er  gerade  vorwärts,  und  als  er  das,  was  ihm  gegenüberstand, ­
  zum  Glück  niederhieb,  lagen  die  Leichen  in  Haufen
und  das  Blut  der  Menschenadern  bildete  eben  einen  Fluss.
Die  Räuberscharen  prallten  vor  ihm  zurück,  und  indem  es
ihnen  nicht  gelang,  ihn  mit  Hiebwaffen  zu  tödten,  gedachten
sie,  ihn  durch  wirres  Pfeilschiessen  zu  tödten.  Sie  entsendeten
Pfeile  gleich  einem  Regen,  und  der  kühne  und  mutkige  Anführer
ward  endlich  von  einem  Pfeile  in  den  Brusttheil  des  Panzers  getroffen ­
  und  stürzte  von  dem  Pferde.  Obgleich  sie  ihn  getödtet
hatten,  sprengten  die  Räuber  heran.  Als  der  zu  dem  Vorsteher  der
Pferde  zur  Rechten  gehörende  Dzi-rö  dieses  von  weitem  sah,
gerieth  er  in  grossen  Zorn,  sprengte  wüthend  heran  und  warf
die  Räuber  nach  allen  vier  Gegenden.  Er  liess  den  Leichnam
seines  Vaters  auf  einen  Schild  heben,  schickte  ihn  zu  der
Nachhut  und  drang  noch  immer  vorwärts  und  kämpfte.  Auf
unserer  Seite  trug  man  sich,  nachdem  man  den  Heerführer
verloren  hatte,  zwar  mit  dem  Gedanken  des  Rückzuges,  allein
die  Entschlossenen  wichen  nicht  um  einen  Fussbreit  zurück.
Als  sie,  einen  fürchterlichen  Kampf  beginnend,  nach  und  nach
fielen,  rief  der  zu  dem  Vorsteher  der  Pferde  zur  Rechten  gehörende ­
  Dzi-rö  scheltend:  Werden  die  Unsrigen  als  Nachhut
diese  hilflose  abgeschnittene  Insel  schützen?  Werden  sie  sterben? ­
  —  Indem  er,  wie  es  ihm  gut  dünkte,  in  schnellem  Jagen
die  Reihen  der  Feinde  bald  sprengte,-  bald  durchdrang,  fiel  er
endlich  in  dem  Kampfe.  Dreizehn  berühmte  Leibwächter,  welche
dieses  sahen,  fielen,  ihn  vertheidigend,  an  derselben  Stelle.
Das  Räuberheer,  hierdurch  ermutliigt,  trieb  die  vermischten
Streitkräfte  zurück  und  legte  an  die  in  der  Nähe  befindlichen
Häuser  der  Menschen  Feuer.  Das  Feuer  wirkte  zerstörend  und
in  einer  Stunde  war  der  Wohnplatz  der  Bucht  von  Sa-su  in
Asche  gelegt.  Da  die  Räuberscharen  bei  dem  Zusammenstosse
den  Heerführer  getödtet  und  den  Sieg  erfochten  hatten,  wurden
sie  kühn,  t-haten  sich  auf  ihren  Ruhm  zu  Gute  und  richteten
an  dem  fünfzehnten  Tage  desselben  Monats  den  Angriff  gegen
das  Reich  Iki.

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