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Büdinger.
und Eleazar von dem Berge. Da sali die ganze Gemeinde,
dass Aaron verschieden war und sie beweinten ihn dreissig
Tage.' Von Mosis Tode berichtet ebenfalls der älteste Erzähler, 1
dass er auf den Nebo, welcher eine weite Rundsicht gewährt,
gestiegen sei um dort, wie Aaron auf dem Berge Hör, zu
sterben. Nur bei Josephus 2 hat sich — freilich mit dem verschönernden
Gefolge der ganzen ,Gerusia' — die ganz glaubliche
Nachricht, wol aus derselben Quelle erhalten, dass Moses
hiebei ebenfalls von zwei Vertrauenspersonen, Josua und Eleazar
begleitet, d. h. hinauf gebracht worden sei.
Von einem Begräbnisse verlautet in beiden Fällen nichts.
Die genaue Schilderung von Aaron’s Entkleidung und Tod
auf der Höhe, von welcher dann sein Sohn und Bundesbruder
ohne Weiteres hinabsteigen, schliesst sogar die Möglichkeit
eines Begräbnisses schlechterdings aus. Man muss annehmen,
dass diese unabhängigen Geister eben die Form der Leichenbehandlung
vorzogen, welche unseren heutigen Empfindungen
vielleicht am meisten widerstrebt: die des Auswerfens der
Todten — die Form also, welche bei beiden Zweigen der alten
Arier üblich war, bei den Persern zu ausschliesslicher ritueller
Geltung gelangte und bei ihren heutigen Religionsverwandten
in Ostindien im Gebrauche der Dakhmen geblieben ist.
Späteren hebräischen Autoren erschien aber auch diese
Thatsache durchaus unglaublich. Jüngere Erzähler 3 nehmen
desshalb an, dass die Leichen beider Führer wieder von dem
Berg herabgebracht wurden. Die Aaron’s lassen sie auf der
Station Mosera im Süden von Kades bestattet werden (Deuter.
20, 6), was sich nothdürftig mit dem Todeslocale zusammenbringen
lässt. Von Moses aber sagt diese späte Auffassung:
,man 4 begrub ihn in einem Thale des Moabiterlandes gegen
Beth — Peör zu und es hat kein Mensch sein Grab bis auf
diesen Tag erfahren'. Die letztere Versicherung hebt die vorangehende
Vermutliung freilich ohnehin wieder auf, wie cha-1
Deuteron. 32, 48—51; 34, 1—3, 5, 7, 8, 9 mit Glossen auch in diesen
Versen vgl. Schräder, Einl. 295 n. 7.
2 Antiqq. 4, 8, §. 48 p. 440 ed. Oberthiir.
3 Knobel, Deuter, 248, 354. Schräder a. a. O.
4 Ueber dieses ,man‘ vgl. Knobel, Deut. 354. Ewald, Gesch. III 1 292 c 316,
Amn. 3.