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Büdinger.
dass er zu den einer Hautkrankheit halber von ßamses II.
Sohne verbannten Unglücklichen gehörte und nach jenem
Todtschlag aus seinem Detentionsorte zu dem nächsten nicht
egyptischen Volke, den Midjanitern, entwich.
In doppelter Form gedenken aber nach der Erzählung
seiner Rückkehr die hebräischen Relationen des Anschlusses
fremder Elemente bei der Exodus. Einerseits werden dieselben
als ein die Hebräer begleitendes ,grosses Gemisch' oder ,niedriges
Mischvolk' bezeichnet, das erst nach der Eroberung
Palästina’s als reguläre ,Fremdlinge' 1 erscheint. Dass einzelne
dieser Mitgezogenen Aufnahme in hebräische Phylen durch
Ehebündnisse fanden, scheint das Beispiel des in §. 4 S. 456
erwähnten ,Sohnes eines egyptischen Mannes' zu beweisen,
dessen Zugehörigkeit zum Stamme Dan nach der ausführlichen
Angabe über die Abkunft seiner Mutter (Levit. 24, 10) angenommen
werden darf. Aber der bei Weitem grössere Theil
wird technisch und allmählich sacral als ,Angeschlossene'
schlechthin, als Leviten bezeichnet, über deren Stellung früher
(§. 11) gehandelt worden ist. Wir erinnern uns hier nur,
wie lange ihnen der Charakter der Fremdartigkeit aufgeprägt
blieb. Sie in erster Linie müssten sonach mit Manetho’s Aussätzigen
identisch sein.
An dieser Stelle fesseln die biblischen Bestimmungen
über eine Reihe von Hautkrankeiten (Levit. 13—15) zunächst
unsere Aufmerksamkeit. Wie wenig dieselben einer spätem
Zeit dringlich erschienen, ja nur verständlich waren, zeigt der
Deuteronomiker des siebenten Jahrhunderts v. Chr. Er erwähnt
(24, 8 und 9) jene Bestimmungen nur innerhalb der Ordnungen
ehelichen und persönlichen Besitzes mit einem einfachen Rückweise
und einer Erinnerung an Mirjam’s Bestrafung mit dem
Aussatze (Num. 12). In der That findet man bis zu diesem
späten Schriftsteller der widrigen Krankheit 2 selten genug ge-1
Exodus 12, 38; Numeri 11, 4; Josua 8, 35; über die seltenen Ausdrücke
Knobel zu Exodus 8, 20 S. 74.
2 David wünscht ihn im Zorne mit anderm Unglück Joab’s Nachkommen
(II. Sam. 3, 29); über seine Heilung und Verhängung in den Geschichten
Elisa’s (II. Kön. 5, 1, 14; 7, 3, 9) s. u.; ein König des Davididenhauses
ward davon ergriffen (II. Kön. 15, 5), — ein Ereigniss, in welchem freilich