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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 75. Band, (Jahrgang 1873)

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Werner.

beifällig- 1  den  in  der  Thiergeschichte  des  Aristoteles  ausgesprochenen ­
  Gedanken,  dass  die  Location  des  Mondes  in  der  Reihe
und  Rangordnung  der  Himmelskörper  jener  der  Erde  in  der
Aufeinanderfolge  der  sublunarischen  Elementarkörper  entspreche;
wie  die  Erde  das  niederste  der  Elemente,  gleichsam  der  Bodensatz ­
  derselben  ist,  so  der  Mond  der  unterste  und  niederste  der
himmlischen  Körper,  aber  seiner  Rangstellung  nach  immerhin
noch  höher  als  das  Feuer,  welches  die  oberste  der  sublunarischen ­
  Sphären  ausfüllt.  In  Kraft  des  von  der  Sonne  empfangenen
Lichtes  wird  er  zum  Abbild  der  Sonne, 2  und  seine  Sphäre
bildet  die  oberste  Gränze  der  irdischen  Dunstregion;  im  Monde
selber  gibt  es  keine  Wolken  mehr,  keine  Regen  oder  Gewitter
u.  dgl.  Sein  Licht  hat  mit  jenem  der  Sonne  und  des  Hesperus
oder  Lucifer  dies  gemein,  dass  die  in  dasselbe  gerückten  irdischen ­
  Körper  Schatten  werfen.Besonderes  Interesse  haben
für  ihn  die  Mondflecken,  welchen  er  wiederholte  und  aufmerksame ­
  Beobachtungen  gewidmet  zu  haben  versichert.  Er  gibt
eine  umständliche  Beschreibung  der  Gestaltung  und  Begrenzung ­
  derselben,  1  und  erklärt  das  Vorhandensein  derselben  aus
der  vorerwähnten,  dem  Erdkörper  analogischen  Rangstellung
des  Mondes.  Die  Meinung  der  Alten,  dass  die  Mondflecken
eine  Abspiegelung  der  Gestaltung  der  Erdoberfläche  seien,

1  De  coelo  et  mundo  Lib.  I,  tract.  1,  c.  5.
2  Summ,  theol.  P.  II,  qu.  79.
3  Summ,  theol.  P.  II,  qu.  59.  —  Als  Gewährsmann  für  diese  Thatsache
wird  von  Albert  der  berühmte  Albategni  (Mohammed  Ben  Geber  Albatani,
f  929)  angeführt,  und  als  Lucifer-IIesperus  der  in  Babylon  und  Aegypten
in  der  Morgen-  und  Abenddämmerung  demantartig  strahlende  Mereurius
bezeichnet.
4  Inquantum  nos  considerare  potuimus  ad  Visum  diligenti  et  frequenti  consideratione,
  videtur  nobis  umbra  haec  esse  ex  parte  Orient.is  versus  inferiorem ­
  arcum  lunae,  et  habere  figuram  draconis  convertentis  caput  ad
Occidentem  et  caudam  ad  Orientem  revolventis  ex  parte  inferioris  arcus,
cujus  cauda  in  fine  non  est  acuta,  sed  lata  per  modum  folii  habentis
tres  portiones  circuli  ad  se  invicem  conterminatas,  in  cujus  draconis  dorso
erigitur  figura  arboris,  cujus  ramr  a  medio  stipite  obliquantur  inferiori
parte  lunae  versus  Orientem,  et  super  obliquum  stipitis  ejus  per  ulnas  et
caput  appodiatum  est  homo,  cujus  crura  descendunt  a  superiori  parte  lunae
versus  partem  occidentalem,  in  qua  figura  electores  inaximas  partes  constituunt.
  De  coelo  et  mundo  Lib.  II,  tract.  3,  c.  8.
            
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