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Werner.
Genus der körperlichen Bewegung fallen; die Ungleichheit,
Difformität und Variabilität der natürlichen irdischen Bewegungs-Vorgänge
und Bewegungsverhältnisse involvirt die Nöthigung,
auf eine physische Bewegungsursache zurückzugehen, welche
über die Ungleichheit, Difformität und Variabilität hinausgestellt
ist, und eine solche Ursache bietet sich eben in den
himmlischen Körpern dar, die selber noch der Bewegung unterworfen
sind, deren Bewegungen aber über die Unvollkommenheiten
der irdischen Bewegungsverhältnisse hinausgestellt sind,
so wie auch sie selber als invariable Substanzen über die
allen Arten der Veränderung unterworfenen irdischen Körper
hinausgestellt sind. Sie sind mit einem Worte das Erste und
Höchste in genere mobilium, und darum aucli die höchste
physische Ursache aller irdischen Bewegungsvorgänge; daher
die Vorgänge der irdischen Generation und Corruption, der
Alteration und alle sonstigen Arten irdischer Bewegungen auf
sie zurückgeführt werden müssen. Die siderischen Einwirkungen
beschränken sich allerdings auf das Körperliche als
solches; da aber die sinnlichen Apperceptionen actus corporis
sind, so kann allerdings die Inclination oder Disposition zu
einer bestimmten Art dieser actus, z. B. zum Zorne, zur sinnlichen
Begierlichkeit, durch siderische Einwirkung hervorgebracht
werden. Aber über den Bereich der vires sensibiles
hinaus reicht dieser Einfluss nicht. Sie können wohl per accidens
auch den Intellect und weiterhin den Willen gefangen
nehmen; diess ist jedoch keine unmittelbare und naturnothwendige
Wirkung der Gestirne. Unmittelbar auf den menschlichen
Intellect können nur Gott und die höheren Geister
wirken, auf den menschlichen Willen aber einzig Gott. Denn
die Rangordnung der mobilia und jene der moventia müssen
sich wechselseitig entsprechen; somit gehen Gott, Engel, Gestirne
parallel mit der entsprechenden Reihe der mobilia:
Wille, Intellect, sinnliche Kräfte.
Wilhelm von Auvergne meint, der Glaube an siderische
Einflüsse auf die Erdsphäre habe seine rationelle Unterläge in
der durch Erfahrung festgestellten Wirkungsmacht gewisser Thiere,
Kräuter und Steine; wenn diesen gewisse geheimnissvolle Kräfte
zukommen, die niemand bestreitet, werde man auch den Gestirnen
bestimmte geheimnissvolle Beeinflussungen des Erdlebens