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Büdinge r.
ist (§. 6 S. 462), wurde uns übrigens eine ausdrückliche Bezeugung
über seine Herkunft erhalten. Von Zipora und deren
Schwestern wird er (Exodus 2, 19) seinem spätem Schwiegervater
als ,ein egyptischer Mann' (isch Mizri) geschildert —
genau wie der mythische (§. 7 S. 479) Gardeoberst Potiphar
(Genesis 39, 1) und der Vater des halbbürtigen Jahvelästerers
(Levit. 24, 10, vgl. §. 4 S. 456) bezeichnet ist. Das kann nun
schlechtersdings nur einen Egypter 1 bezeichnen und keineswegs
einen von Egypten Kommenden. Denn der Egypter
unterschied sich von allen Semitenstämmen durch das rasierte
Haupt und den Mangel der anschliessenden Tunica; unter
so vielen Abbildungen an Gräbern, Tempeln und Palästen,
welche das verdeutlichen, tritt dieser Gegensatz besonders
sprechend bei der so oft wiederholten Abbildung der Semitengesandtschaft
in Chnumhotep’s Grabe zu Benihassan hervor.
Vollends ein egyptischer Priester musste aber unter einer
semitischen Bevölkerung durch seine völlige Haarlosigkeit
höchlich auffallen. 2
Als einem ihrem Volke Fremden begegnen denn auch
die Hebräer Moses bei seinem ersten Versuche, eine leitende
Stellung unter ihnen einzunehmen. Sichtlich nach seinen eigenen
Mittheilungen — weil für den Zusammenhang unnüthig und
für ihn selbst nur eine heitere Reminiscenz — wird (Exodus
2) berichtet, wie zwei streitende ,Hebräer' seine Vermittlung
ablehnten, indem sie ihn schroff an einen neuerlichen
Todtschlag eines Egypters erinnerten, obwohl derselbe
in Vertheidigung eines ihrer Stammgenossen geschehen war;
ausdrücklich bemerken sie ihm: ,wer hat Dich zum fürstlichen
Mann und Richter über uns gesetzt?' Sie bedeuten ihm damit,
1 Die Erzählung von der Moses zu Theil gewordenen Gastfreundschaft
hat eine frappante Analogie mit der viel iiltern, Sineh bei seiner Expedition
nach dem südlichen Palästina unter der 12. Dynastie zu Theil
gewordenen. (Chabas, les papyrus hidratiques de Berlin, p. 30). Sineh
lehnte aber patriotisch die Einladung der freundlichen semitischen Hirten
ab, die ihn bei Kamuen gefragt hatten, ob er aus Egypten sei und ihm
dann Land anboten.
2 Herodot II, 37.