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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 75. Band, (Jahrgang 1873)

Die  Kosmologie  und  Naturlohre  dos  scholastischen  Mittelalters.

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kosmischen  Elementarkörper  ist  in  seinem  Wesen  durch  die
entschieden  iiberwieg'ende  Mehrzahl  einer  bestimmten  Art  von
Elementartheilchen  bestimmt.
Das  Statthaben  der  Versetztheit  eines  jeden  der  vier
Elementarkörper  mit  Theilchen  der  übrigen  Elemente  lässt  sich
eben  so  leicht  zeigen,  wie  die  Nothwendigkeit  eines  solchen
Versetztseins.  So  z.  B.  in  Bezug  auf  das  warmtrockene  Feuer.
Das  Feuer  ist  consumtiver  Natur  d.  h.  es  verzehrt  sich  selber,
und  verliert  überdies,  namentlich  im  Winter,  einen  Thoil  seiner
selbst  durch  Verdichtung  und  Verwandlung  in  Luft.  Die  abgängigen ­
  Theile  des  Feuers  müssen  ersetzt  werden.  Im  Sommer ­
  zieht  es  einen  Theil  des  luftförmig  gewordenen  Wassers
an  sich  (ignis  humore  nutritur);  um  aber  dasselbe  an  sich
ziehen  und  in  sich  verwandeln  zu  können,  muss  es  das  Angezogene
retiniren  und  digeriren.  Die  Retention  wird  durch  das  Kalt-Trockene
  bewirkt,  so  wie  die  Concoction  und  Digestion  durch
das  Feucht-Warme.  Also  muss  im  Feuerelemente  ausser  dem
Warm-Troclcenen  auch  etwas  Feuchtes  und  Kaltes  sein.  Wie
das  Feuer  von  Unten  Feuchtigkeit  an  sich  zieht,  so  dringt  es
seinerseits  selbst  auch  abwärts,  um  die  beiden  unteren  kalten
Elemente  zu  erwärmen;  das  Warme  kann  sich  aber  nicht
durch  sich  selber  senken,  sondern  nur  mittelst  dessen,  was
naturgemäss  abwärts  sinkt,  und  dies  ist  eben  nur  das  Kalte.
Also  muss  in  dem  warm-trockenen  Feuerelemente  auch  etwas
Kaltes  sein.  —  In  ähnlicher  Weise  lässt  sich  von  den  übrigen
Elementen  zeigen,  dass  in  jedem  derselben  etwas  von  der  Natur
aller  übrigen  ist.
Es  gibt  vier  Elemente,  und  es  lassen  sich,  soweit  man
sich  auf  den  Standpunkt  der  naturphilosophischen  Betrachtung
stellt,  füglich  nicht  weniger  als  vier  Elemente  denken.  Die  zwei
Grundelemente  sind  Feuer  und  Erde,  durch  welche  die  Sichtbarkeit
und  Greifbarkeit  der  Dinge  vermittelt  werden  soll.  Es  versteht  sich
von  selber,  dass  das  Feuerelement  in  einer  specifischen  Beziehung ­
  zur  Gesichtswahrnehmung,  die  Erde  in  einer  speciiischen
Beziehung  zur  Tastwahrnehmung  steht;  gleichwohl  muss  das
Erdhafte  auch  zur  Vermittelung  der  Gesichtswahrnehmung,  und
umgekehrt  das  Feuer  zur  Vermittelung  der  Tastwahrnehmung
mitwirken.  Das  Feuer  vermöchte  durch  sich  allein  die  Seh-Wahrnehmung
  nicht  zu  ermöglichen,  weil  der  reine  ungemischte
            
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