Egyptische Einwirkungen auf hebräische Culte.
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lieferten Namen seiner Eltern und sonstigen Vorfahren, wie
von aller Blutsverwandtschaft mit Aaron und Mirjam abzusehen
ist, dass auch er notorisch keinem der zwölf hebräischen
Stämme angehört. Ganz anders aber als mit Aaron’s, von
keinem der biblischen Autoren erklärten und bis heute dunklen
Namen steht es mit dem seinigen. Diesen bringt schon der
älteste hebräische Bericht über seine Kindheit (Exod. 2, 10)
mit dem Verbum maschah, herausziehen, und unzweifelhaft
richtig, in Verbindung. Verkehrt 1 ist dabei nur die, der
noch zu erörternden Absicht jenes Berichtes freilich entsprechende
passivische Deutung, da der Name nur herausziehend
und nicht herausgezogen bedeutet. 2
Mit Recht ist nun freilich längst von Anderen bemerkt
worden, dass eine Tochter des Pharao einem aufgefundenen
Kinde nicht wol einen anderen als egyptischen Namen habe
geben können; die von Vielen desshalb vermuthetete Ableitung
3 von dem egyptischen mes, erzeugen, zur Welt kommen,
und die von mehreren neueren Gelehrten angenommene Identität
von Moses mit dem egyptischen Eigennamen Mesu (Kind)
verbietet sich aber durch die Beobachtung, dass der s-Laut
dieses egyptischen Wortes — so wie die Hebräer Ramses
(Ra-messu) mit zwei Samech schrieben — mit Me.su wiedergegeben
worden wäre; 4 die Schreibung des Namens Moses
durch Moscheh mit einem Schin wird aber durch die oben
erwähnte alte Ableitung des Wortes (Exod. 2, 10) verbürgt.
Die Zischlaute der beiden Sprachen werden nämlich bei
1 Einigermassen glaubt Knobel, Exodus 13 die verkehrte Etymologie rechtfertigen
zu können.
2 Extrahens non extractus. Gesenius theraurus IT. 824.
3 Von der Verkünstelnng des Namens in McoUor^< durch die alexandrinischen
Juden, schon der LXX, bloss um eine Möglichkeit der Ableitung aus
dem Wasser (maau, mou) zu gewinnen, kann man jetzt füglich absehen.
4 Rouge, Morse et les Hebreux (Paris 1869. Mein, de la societe framj. de
numismatique et d’archeologie. 4) p. 9. Damit fallen denn auch, wie.
Rouge bemerkt, die Versuche Lauth’s (Moses der Ebräer 1868 S. 42 flgde.),
die im Papyrus Anastasy n. I. erwähnte Hauptperson mit dem biblischen
Führer zu identifieieren, ganz, abgesehen von dem durch Pleyte geführten
Nachweise (egypt. Ztschft. 1869, S. 33 und 100), dass der Name dieses
Mannes überhaupt nicht Mesu (jta!;), sondern Phthahmesu (etwa einem
'IlcoaioTlwv entsprechend) zu lesen sei.