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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 75. Band, (Jahrgang 1873)

Zur  Katliarinenlegende.

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1166,  ’mperarix  271,  pax  1055,  romas  75,  verax  1018.  In  den
meisten  dieser  Fülle  schreibt  die  Hs.  -se,  -so  aus;  das  Metrum
aber  fordert  die  Apocope.  Ob  auch  nach  ss?  In  den  Mon.
ant.  mess  D  68.  266,  und  so  mögen  manche  überlange  Verse
dadurch  in  die  Richte  gebracht  werden,  dass  -sse,  -sso  zu  ss
apocopirt  werden;  so  130.  136.  170.  287.  372.  517  u.  s.  w.
Dann  nach  nt:  -mente  und  -mento  werden  zu  -ment,  cont,  doxent
(IIs.  -to)  1028. 1  Endlich  nach  m:  neben  dem  bekannten  (auch
der  Schriftsprache  gestatteten)  hom  auch  nom  633.  1097.  Etwa
auch  prim  1005?  Dies  die  Fälle,  welche  Ascoli  (a.  a.  O.  428)
mit  gewohntem  Scharfsinne  aus  den  Mon.  ant.  deducirte  und  als
die  zunächst  beliebten  in  nordöstlichen  Mundarten  bezeichnete.
Man  kann  voj  =  vojo  122  hinzufügen,  und  demnach  lässt  sich
wol  auch  consej  111  vermuthen.  Anc  719  ist  nicht  zu  verdächtigen. ­
  Davanz  (so  die  IIs.  180)  statt  -zi  zu  lesen  käme  einzelnen ­
  Versen  zu  statten.  Avi,  avo  —  habui,  liabuit  zu  av  zu
verändern  ist  sehr  bedenklich.  Eben  so  schwer  wird  mau  sich
entschliessen,  an  die  Stelle  von  ke  vor  einem  Consonant  k  anzunehmen; ­
  de  dagegen  wird  sich  leicht  in  der  Gestalt  von  d
dem  folgenden  Artikel  lo,  la  auschmiegen;  vgl.  187.  799.  Bei
den  Participien  und  Substantiven  auf  -tum  schwankt  der  Gebrauch; ­
  bald  wird  der  auslautende  Vocal  beibehalten,  bald  abgeworfen. ­
  Im  ersten  Falle  findet  wieder  jenes  Schwanken  in
Bezug  auf  den  Gebrauch  des  d  statt,  welches  wir  unten  bei
den  Consonanten  sehen  werden.  Also  für  Msc.  Sing,  einerseits
die  zweisylbigen  Formen  -ado  -udo  -ulo,  -ao  -uo  -io,  andrerseits
die  einsylbigen  -ä  -il  Das  Metrum  schliesst  bald  die  zweisylbigen ­
  (32.  65.  233.  580.  832.  930.  975;  85.  139.  237.  274.
108;  342)  bald  die  einsylbigen  (447.  455.  642.  647.  919)
aus;  der  Reim  fordert  mehrfach  die  apocopirte  Form  (216;
U8.  264.  424.  780).  Man  könnte  letztere  als  die  ausschliessliche ­
  ansehen,  und  wo  sie  dem  Versmasse  nicht  genügt,
Emendation  vornehmen;  gerathener  ist  indessen  ein  Concurriren
  von  ado  ao  u.  s.  w.  und  -ä  u.  s.  w.  anzuerkennen. 2

1  Nach  t  («)  in  not  505,  wo  aber  das  Metrum,  wenn  auch  nicht  unbedingt,
note  fordert.
2  568  calad  d’andar;  wol  keine  berechtigte  Form,  sondern  verschrieben  für
cald,  1031  dae  =  dato;  Epithesis  des  -e  ist  hier  kaum  anzunehmen;  auch
            
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