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Egyptische Einwirkungen auf hebräische Culte.
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Aaron’s später Stammbaum versinnlicht nun wohl den
genealogischen Wunsch (Genesis 15, 13—16), jedes der angeblichen
vier Jahrhunderte des egyptischen Aufenthaltes mit
mindestens einer Generation auszufüllen, 1 wie ja auch für die
Ahnenschaft des den Aaroniden am nächsten stehenden Fürstenhauses
der Phyle Juda nur eine unvollständige Reihe von vier
Generationen bis auf den Theilnehmer des Auszuges Nacheshon
nachzuweisen war. 2
Aber einen Anspruch auf historische Glaubwürdigkeit
kann, wie hinlänglich dargethan sein dürfte, nicht Einer unter
den angeblichen Ahnennamen Aaron’s machen. Es bleibt zunächst
das Verwandtschaftsverhältniss desselben zu Moses zu
erörtern.
Von den nunmehr wegfallenden Genealogieen Beider abgesehen,
werden sic in der That an einer Anzahl Stellen, von
denen einige der ältesten Ueberlieferung angehören, 3 Brüder
genannt. Hiemit stimmt aber, wie längst bemerkt wurde, nicht
zum Besten, dass in einer, ihrer Redaction nach jüngeren,
ihrem Grunde nach aber echten Nachricht Mirjam nur Aaron’s
Schwester heisst. 4 Es ist aber unbemerkt geblieben, dass zwei
zur Bestattung der justificierten ältesten Söhne Aaron’s von
Moses befehligte Männer (Levit. 10, 4) nur Aaron’s ,Vettern - '
genannt werden. Vettern desselben müssen sie freilich gemäss
Dan nach Assyrien vererbte (Richter 18, 30). Der nach Jerusalem gezogene
Zweig der Familie mochte diese Verwandtschaft bis auf Gersom’s
späten Enkel Sebuel gern in Vergessenheit gerathen lassen, wie auch in
der Geschichte jenes Priesterthums von Lais a. a. O. Mosis Namen in
den eines Manasse geändert wurde. A r gl. Ewald Gesch. II 492.
1 Ewald Gesch. Ic 37.
2 Ruth 4, 18 flgde. I. Chron. 2, 4 flgde., der aber auch keine Vermehrung
der Generationen hat.
2 Wie Exodus 7 (v. 1 und 2); 28 (v. 2, 4 und 41); Numeri 20, 8; 27, 13.
Ausserdem Exodus 4, 14. Levit. 16, 2; vgl. Schräder Einl. 281 flgde.
4 Exod. 15, 20. Den von Knobel Ex. 157 geltend gemachten und von Anderen
wiederholten Einwand, dass der Inhalt nicht der Grundschrift angehören
könne, weil Mirjam hier nur wegen Numeri 12, 2 Prophetin
genannt werde und weil der Gedankengang sich an Exod. 15, 1 anschliesse
— diesen Einwand halte ich für unerheblich, weil gar kein
Anlass für den die Geschwisterschaft mit Moses aussehliessenden Zusatz
ersichtlich ist.