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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 75. Band, (Jahrgang 1873)

122

Rockinger.

L  314  I  und  II,  349  Ia,  363  I,  364  I,  377  I,  der  Artikel  der
ebner’schen  Handschrift  L  370  I,  und  endlich  der  Artikel  von
der  Gemeine  L  377  V.
Doppelt  erscheinen  die  Artikel  L  147  und  148,  welche
ausser  an  ihrer  gewöhnlichen  Stelle  am  Schlüsse  nochmal  stehen.
Namentlich  aber  tritt  die  Uebereinstinnnung  zwischen  den
beiden  Handschriften  auch  bei  dem  Hauptpunkte  entgegen,
durch  welchen  sie  sich  von  der  ganzen  anderen  Masse  der
Codices  der  älteren  Gestalten  des  sogenannten  Schwabenspiegels
unterscheiden,  durch  die  Stellung  der  Artikel  L  118  u.  s.  f.
Welche  besondere  Bewandtniss  es  hiemit  haben
möge,  lasse  ich  zur  Zeit  noch  dahingestellt  sein.
Doch  darf  wohl  auch  hier  schon  bezüglich  der  Schlussartikel, ­
  nämlich  jener,  von  welchen  bemerkt  worden,  dass  sie
hier  ausser  an  ihrer  gewöhnlichen  Stelle  nochmal  erscheinen,
L  147  und  148  =  I  301  bis  303  und  II  300  bis  302,  nachstehendes ­
  nicht  unerwähnt  bleiben.  Einmal  sind  die  Ueberschriften
  hier  andere  als  an  ihrer  regelmässigen  Stelle.  Und
nicht  allein  das,  sondern  es  ist  auch  hier  der  dort  als  ein
Artikel  erscheinende  L  148  in  zwei  getrennt  =  L  148ab
und  148  c.  Abgesehen  davon  aber  stimmt  weiter  auch  der
Wortlaut  der  betreffenden  Artikel  nicht  zusammen.
Als  Beispiel  hiefür  diene  zunächst  der  Anfang  von  L  148  a  in
den  beiden  Formen  am  gewöhnlichen  Orte  und  am  Schlüsse.
Und  stirbet  ein  man,  vnd  Und  stirbet  ein  man,  vnd
let  süne  vnd  töchter  hinder  im  let  tochtir  vnd  sun  hinder  im

do  er  mite  nicht  geschähet  hat,
die  kint  sint  aus  gesteürt  oder
nicht,  sie  schüllen  das  aigen
mit  einander  tailen.  vnd  also
was  den  kinden  czu  uor  aus
ist  gegeben,  daz  schüllen  sie
czu  ein  ander  werfen  daz  gut
daz  da  ist,  es  sei  varundes  gut
oder  ander  gut,  das  schüllen
sie  gleich  mit  einander  tailen
was  gutes  dorczu  ist  czutailen.

do  er  nicht  mit  geschaffit  hat,
di  kint,  sint  si  auz  gesteuret
adir  nicht,  si  schullin  das  aigin
alle  sampt  mit  einandir  tailin.
vnd  alzo  was  den  kinden  uor
aus  ist  gegebin,  das  sullin  si
werlin  czu  dem  andern  gute
das  da  ist,  is  sei  varnde  gut
adir  andir  gut,  das  sullen  si
gleich  mit  in  andir  tailin  was
gutes  da  czu  tailin  ist.

Oder  wie  gestaltet  sich  der  Anfang  von  L  148  c
beiden  Texten?

den
            
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