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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Höfler.

Deutschland:  ich  habe  noch  nie  Leute  gesehen,  welche  so
nach  Geld  sind  als  diese.  Ich  hoffe  nur,  dass  sie  nicht  für
Geld  ihre  Ehre  verkaufen  und  sich  die  Ruthe  kaufen,  mit  der
sie  an  Leib  und  Gütern  werden  geprügelt  werden.“  Wieder  kommt
er  darauf  zurück,  dass  nur  der  schwäbische  Bund  Hülfe
bringen  könne,  dann  würden  sie  es  nicht  wagen,  einen  anderen
zu  wählen  als  König  Karl.  1
Er  machte  fortwährend  auf  die  dringende  Nothwendigkeit
aufmerksam,  Sickingen  und  den  Grafen  von  Fürstenberg  zu  gewinnen, ­
  dem  Cardinal  von  Gurk  aber,  mit  welchem  die  hohenzollerschen
  Brüder  nichts  zu  schaffen  haben  wollten,  keinen
Einfluss  in  der  Wahlsache  zu  gestatten,  insbesondere  aber  bei
den  Fuggern  zu  bleiben,  da  die  Churfürsten  in  Betreff  der  ihnen
gemachten  Versprechungen  nur  auf  diese  Vertrauen  setzten.
In  ähnlicher  Weise  schrieb  auch  de  Berghes  im  Vereine  mit
dem  Cardinal  von  Gurk,  Villinger  und  Ziegler  am  8.  März
von  Augsburg  an  K.  Karl.  Er  war  von  den  anderen  kaiserlichen ­
  Botschaftern  gebeten  worden,  sich  an  sie  anzuschliessen
und  nicht  fortzugehen.  Er  bemerkte  dem  Könige,  dass  die
Churfürsten  kein  Gefühl  besässen  für  das  Beste  des  Reiches
und  der  Christenheit;  dass  sie  nur  an  ihren  persönlichen  Vortheil ­
  dächten;  dass  in  Deutschland  Alles  für  König  Karl  sei
und  wenn  man  erführe,  dass  die  Churfürsten  aus  Habsucht
einen  Fremden  wählten,  sich  Alles  gegen  sie  erheben,  ihnen
den  Gehorsam  aufkünden  würde.  Gelange  König  Karl  zum
Ziele,  so  werde  er  bald  das  Doppelte  seiner  Auslagen  haben;
wenn  er  unterliege,  würden  die  Franzosen  ihm  die  Erbländer
aufwiegeln. 2  Bereits  sei  in  Niederösterreich  ein  gefährlicher
Aufstand  ausgebrochen.  Er  rieth  ihm  schliesslich,  den  Secretär
Ziegler,  welchen  der  Erzbischof-Erzkanzler  zum  Vicekanzler
machen  wolle,  schon  jetzt  zum  Churfürsten  nach  Mainz  zu
entsenden,  damit  er  bei  diesem  verweile.  De  Berghes  begab
sich  dann  nach  Zürich,  die  Unterhandlungen  mit  den  Schweizern
zu  leiten.  An  die  Stelle  seiner  Berichte  treten  nun  die  Paul
Armerstorffs,  der  in  seinen  Missionen  bereits  Schritt  für  Schritt
mit  den  französischen  Gesandten  zusammentraf,  deren  es  Ende
'  Mone  1836.  S.  34.
2  Le  Glay  II.  n.  LXXXIII.
            
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