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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

Zur  Literaturgeschichte  des  Guy  von  Warwick.

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Die  dritte  liegt  zu  Grunde  P,  w,  d;  ob  auch  den  oben
erwähnten  beiden  mir  unbekannten  Drucken,  bleibt  abzuwarten.

2.  Lydgate’s  Leben  des  Guy  von  Warwick.
Lydgate’s  Leben  des  Guy  von  Warwick  ist,  soviel  bisher
bekannt  ist,  nur  ein  einziges  Mal  überliefert,  nämlich  in  einer
Pergamenthandschrift  aus  der  ersten  Hälfte  des  fünfzehnten
Jahrhunderts  auf  der  Bodlejana  zu  Oxford,  Land.  683  (D  31),
Fol.  65 1 '—78 r .  Die  Verse  sind  abgesetzt,  der  Anfang  der  Strophen
durch  bunte  grosse  Buchstaben  bezeichnet;  sonst  stehen  am
Versanfange  in  der  Kegel  gewöhnliche  Buchstaben.  Jede  Seite
enthält  nur  eine  einzige  Spalte  Schrift  in  21—27  Zeilen.  Die
Hand  ist  deutlich,  doch  u  und  n,  st  und  ft  sind  nicht  zu  unterscheiden. ­
  Die  Haken,  die  regelmässig  auslautendem  g,  k,  t,  f
angehängt,  und  die  Striche,  die  häufig  durch  den  Hals  von  h
gezogen  sind,  halte  ich  für  blosse  Verzierung:  deshalb  lässt
sie  der  Abdruck,  den  ich  nach  meiner  eigenen  Abschrift  gebe,
unberücksichtigt.
Ich  sagte  oben,  das  Werk  sei  nur  einmal  überliefert.
Bei  Warton  (ed.  Hazlitt)  II,  32  heisst  es  allerdings:  ,Copies
of  Lydgate’s  translation  are  in  the  Bodleian,  and  in  Harleian
MS.  5243'.  Allein  diese  Handschrift  des  britischen  Museums
enthält  (vgl.  Turnbull  in  der  Vorrede  seiner  Ausgabe  des  Guy
XXV  ff.):  ,The  corrected  historie  of  Sir  Gwy-,  Earle  of
Warwick,  surnamed  the  Heremite;  begun  by  Don  Lidgate
monck  of  st.  Edmundes  Berye;  but  now  dillig-entlie  exquired
  from  all  Antiquitie,  by  John  Lane.  1621.‘  Am  Schlüsse
der  Handschrift  liest  man:  ,Finis  John  Lane'.  Darauf
,The  licence.
This  poem  containinge  a  corrected  historie  of  Guy  Earle
of  Warwick  in  87  leaves  of  large  quarto,  written  by  m r  John
Lane  hath  licence  to  bee  printed.  Jul:  13°  1617.
John  Tauerner
as  in  the  original'.
Es  ist  dies  also  nicht  Lydgate’s,  sondern  John  Lane’s
Guy  of  Warwick,  den  Edward  Philips,  Milton’s  Neffe,  in
seinem  Theatrum  Poetarum  (ed.  Brydges  318.  319)  erwähnt.
,John  Lane',  heisst  es  da,  ,a  fine  old  Queen  Elizabeth’s  gentle-
            
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