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Hftfler.
K. Karls zu beschleunigen. Es gehörte zum Truge und der
Heuchelei des Ganzen, dass die Königin-Mutter von Frankreich,
welche ihren Sohn zur Bewerbung aufgestachelt hatte, jetzt
dem englischen Gesandten in Paris, Boleyn, ihre Freude über
Karls Wahl 1 ausdrückte 2 und Pace den Dank der Princessin
Margarethe annahm. K. Franz befand sich damals auf der
Jagd in Melun. Nicht blos er war der Getäuschte, auch König
Heinrich, der Cardinal Wolsey und der Papst. Letzterer stand
jetzt ganz auf Karls Seite. Ein Schreiben K. Franz, das von
einem rheinischen Grafen aufgefangen wurde, besagte, sobald
er Kaiser geworden wäre, wolle er mit Hülfe des Churfürsten
von Brandenburg und des Herzogs von Würtemberg, den er zurückzuführen
gedachte, so viel Geld als möglich zusammenraffen,
dann ganz Italien sich unterwerfen, hierauf mit dem Reste der
Christenheit verfahren, wie es ihm beliebe. 3 Dass es sein Wille
war, so zu handeln, ist kaum zweifelhaft; es setzte aber mehr
als Siegesgewissheit und einen nicht gewöhnlichen Grad von
Rücksichtslosigkeit voraus, dieses offen auszusprechen, ehe noch
die Wahl zu seinen Gunsten erfolgt war. Damit erst kam,
was ursprünglich Maximilians Plan gewesen war, zu Ende. Dass
ein Stachel im Herzen des englischen Königs zurückgeblieben
war, darf uns nicht befremden. Hätte man doch wenigstens
über den Plan K. Heinrichs eine Zeile nach Rom gemeldet,
klagte nachher P. Leo X., man hätte dann auf Hinausschiebung
der Wahl gearbeitet. Freilich nachdem vier Churfürsten
sich für Karl erklärt und ausgesprochen hatten, sie' wollten
binnen zwei oder drei Tagen zur Verkündigung seiner Wahl
schreiten, dann sei nichts anderes übrig geblieben, als über-1
Depesche Boleyn’s.
2 27. Juli. Tliis day visited my lady Margaret and had of her very large
thanks for what he liad done for tlie king Catholic’s election and in
very deed they liave no cause to complain upon me, for J did never
speak against the king Catholic in the said election, considering that is was
sufficient to me to have the electors speak against him and allege reasons
why he should not be elected. And surely they would not have
elected him if fear of their persons had not driven them thereunto and
evident ruin of all their nation if they had elected any other king!
3 Pace an Wolsey, Antwerpen *22. Juli. n. 302.