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Sacken.
sesshaften Bevölkerung eingehandelt wurden, wahrscheinlich in
der benachbarten, an der Stelle, wo jetzt Mautern steht, befindlichen
Römerstation, von der daselbst ebenfalls Grabstätten,
aber ohne Hügel, mit Skeletten und Inschriftsteinen aufgefunden
wurden. 1
Einer weit späteren Zeit, dem Ende der heidnischen
Periode in unserem Lande gehören zwei Grabstätten am südlichen
Alpenrande an, deren Ausdehnung auf den Bestand
grösserer Niederlassungen in ihrer Nähe schliessen lässt. Die
eine derselben befindet sich im Schwarza-Thale, nahe dem Orte
Kettlach (bei Glocknitz), etwas nordöstlich von dem Dörfchen.
2 Es^ ist ein Leichenfeld mit Flachgräbern in etwas unregelmässigen,
von Nord nach Süd laufenden Reihen; systematisch
wurden 36 Gräber geöffnet, ungefähr ebenso viele
beim Schottergraben zerstört, einen Theil des Grabfeldes spülte
die Schwarza schon vor längerer Zeit bei einem Hochwasser
weg. Die Skelette lagen in einer Tiefe von 2—3 Fuss in den
Schotter eingebettet, mit dem Kopfe gegen Osten, die Arme
am Leibe angeschlossen oder über dem Bauche gekreuzt und
einfach mit Erde bedeckt. Bei einigen fanden sich nur um den
Kopf Spuren von Holzspänen. Es waren meist Frauen und
Kinder mit wenigen Beigaben, die aber durch Form und
Technik viel des Interessanten bieten.
Bei vielen Skeletten stand neben dem Kopfe ein Thongefäss,
bisweilen als einzige, ärmliche Beigabe des Verstorbenen.
Die 5—6 Zoll hohen Töpfe, welche im Innern oft noch
Spuren des Gebrauches durch angelegte, verkohlte Reste zeigen,
haben eine ganz andere Form als die des benachbarten
Grabfeldes von Pottschach, nämlich die unserer heutigen Häfen,
mit breiter Basis,' steilem Profil, geringer Ausbauchung
oben und wenig ausgebogenem Rande. Der Thon ist grob und
sandig, das Aussehen grau oder blassroth, die sehr einfachen
Verzierungen bestehen in Wellenlinien in einer oder mehreren
Reihen, die mit einem Kamme oder einer Art Rastral gemacht
sind (Fig. 73), in Querlinien und ährenförmigen Strich-Eindrücken.
Die Töpferscheibe scheint bei diesen Gefässen in
1 Archiv f. Kunde österr. Geschichtsquellen, XIII. 84.
2 Frank ebenda, XII, 239.