Ueber Ansiedlungen und Funde aus heidnischer Zeit.
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der innere, 1 Fuss hoch, 4 Fuss im Durchmesser haltend,
zeigte Spuren von Mörtel, der sonst überall fehlt; zwei 7 Zoll
hohe Urnen mit Resten verbrannter Leichen weisen auf die
Bestattung von zwei Personen hin. In einem der Aschengefässe
lag eine sehr schöne Fibula von Bronze (Fig. 70) nebst einer
Bronzemünze von Domitian (Rev. Fortunae Augusti) aus dessen
15. Consulat, also vom Jahre 90 oder 91. Ein schön geformter
Krug und zwei Schalen bildeten die übrigen Beigaben;
jedes Gefäss war auf einen flachen Stein gestellt. Die 7 Zoll
lange Fibel mir ihrem federnden Dorn, der mit Knöpfen besetzten
Blechschlinge auf dem Bügel und dem breiten Nuthlappen,
der durchbrochen gearbeitet ist, an das gothische
Fischblasen-Ornament erinnernd, zeigt die eigenthümliche
römisch-barbarische Mischform, der wir in unseren Ländern in
römischer Zeit so häufig begegnen und die wir auch bei der
Silberfibel von Maiersdorf gefunden haben. Auch den Tremulirsticli
sehen wir schon seit alter Zeit an den cisalpinischen
Metallgegenständen angewendet und er ist hier geradezu zu
Hause.
Entschieden römischen Einfluss zeigen die meisten Gefässe.
Nur wenige sind aus grobem, sandgemischtem Thone,
dick und schwach gebrannt, die Mehrzahl besteht aus feinem
Thon, ist auf der Scheibe dünn ausgearbeitet und klingend
gebrannt. Die grösseren Aschenurnen sind wenig ausgebauchte
Töpfe, mit scharfem, überhängendem Rande, von grauer Farbe
(Fig. 71), die Krüge ausgebaucht, mit kleinem Fuss und engem
Halse, die Schüsseln und Schalen ebenfalls mit kleinen Basen
und scharf ausladendem Rande; eine der letzteren stellt sich
durch den drei Male eingeschnittenen Untersatz als Dreifuss
dar (Fig. 72). Die Verzierungen der meist gelblichen oder
röthlichen Gefässe bestehen meistens nur in seichten, quer
herumlaufenden Linien, nur ein 3 Zoll tiefer, cylindrischer
Becher zeigt Reihen von unregelmässigen viereckigen Eindrücken.
Mehrere Schälchen, aus feiner Erde bestehend, sind
ganz roth gebrannt, mit glänzend hellrothem Firniss überzogen,
auf dem stark vortretenden, rund ausgebogenen Rande fünf
erhobene, delphinartige Figuren. Auch Bruchstücke von Schalen
aus eigentlicher Terra sigillata kamen vor. Alle diese
Gefässe sind ohne Zweifel römische Fabricate, die von der