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Sacken.
Westlich begegnen wir einem bedeutenden Funde von Halsringen
in der Nähe von Tulln, bei dem Orte Aspern,
gegen Neusiedl, den ein Bauer im November 1872 machte.
Auf dem offenen Felde, in geringer Tiefe, lagen 68 Halsringe,
alle von gleicher Form und wenig verschiedener Grösse,
5—6 Zoll Durchmesser, aus runden, gegen die nicht zusammenschliessenden
Enden (wo sie aufgerollt sind) verjüngten
Stäben gebildet, ähnlich den Halsringen von Unter-Retzbach.
Einer ist theilweise mit grobem Draht umwunden, der andere
mit einem schmalen Blechstreifen. Das Materiale scheint reines
Kupfer, oder doch mit sehr geringem Beisatze von Zinn zu
sein. Da an dieser Stelle ausser der bedeutenden Anzahl von
Halsringen' trotz eifrigen Nachgrabens gar nichts gefunden
wurde, so dürften wir es hier mit dem Vorrathe eines Kaufmannes
zu thun haben.
Noch weiter westlich, eine Meile von Mautern entfernt,
lässt sich eine Niederlassung in den ersten Jahrhunderten unserer
Zeitrechnung constatiren durch die Grabhügel von Ober-Bergern.
1 Dieselben, achtzehn an der Zahl, liegen im Walde
auf dem sanften Rücken der Hügelkette zwischen dem genannten
Orte und Rossatzbach an der Donau. Sie sind von zweierlei
Art: die grösseren Hügel, 4—6 Fuss hoch, 18—20 Fuss im
Durchmesser, enthalten Ringe, aus zusammengelegten Steinen,
ohne Mörtel hergestellt, in denselben Urnen mit Asche und
Knochen angefüllt, nebst kleineren Gefässen als Beigaben. Die
kleineren von 1—4 Fuss Höhe, 6—12 Fuss Durchmesser sind
sehr ärmlich; die Ueberreste der Verbrennung wurden nicht
einmal in Urnen geborgen, sondern einfach auf den Boden
gelegt, mit Steinen umkränzt, zuweilen auch mit solchen bedeckt
und dann mit Erde überschüttet. Bloss zwei dieser einfachen
Brandhügel enthielten einige kleine Thongefässe und
ein Thränenfläschchen aus Glas als Mitgabe für den Verstorbenen,
ein dritter ein Bruchstück einer Bronzefibel. Ein durch
seine Grösse über die anderen hervorragender Hügel erwies
sich auch durch seine innere Einrichtung und Ausstattung ausgezeichnet.
In demselben war nämlich ein doppelter Steinring,
1 Adalbert Dungel in den Blättern des Ver. f. Landeskunde in Nieder-Oesterreich.
II. Jahrgang, 1868, S. 100.