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Sacken.
Die hier Bestatteten müssen arme Leute gewesen sein; die
vornehmeren Gräber scheinen mehr gegen Osten gelegen gewesen
zu sein, die, welche die beim Eisenbahnbaue gefundenen
schönen Bronzen enthielten.
Nach Form, Ornamentik und Technik der Gefässe und
Bronzen gehört das Grabfeld dem Ende der Bronzeperiode,
dem sogenannten ersten Eisenalter an, einer Zeit, in welcher
hier eine keltische Bevölkerung ansässig war.
Etwas jüngeren Ursprunges sind die interessanten Funde
von Rothengrub am südöstlichen Ende des Thaies der neuen
Welt. 1 Die Ornamentik der hier im Jahre 1851 gefundenen
Gürtelbeschläge, — 20 Stücke von je drei, senkrecht übereinander
gestellten, verbundenen Scheiben aus Kupfer, mit
gepresstem Goldblech überzogen, eine grössere Scheibe und
ein durchbrochenes Zierstück, — zeigt einen eigenthümlichen
Charakter. Zu den Systemen von concentrischen Kreisen und
dem Zickzack treten Perlenstäbe, eine Art derber Filigranarbeit
hinzu, in welcher Schlingen, Spiralstäbe und Schnecken
in Kegelform ausgeführt erscheinen. Es ist hier wohl ein Einfluss
der classischen Kunst in Bezug auf Technik, nicht aber
in der Formgebung bemerkbar, denn die seltsame Bildung des
grossen Schliessstückes gehört wohl unseren Ländern an und
hat sich in ähnlicher Weise in bäuerlichen Industrieproducten,
besonders in den benachbarten slavischen Bezirken bis auf
unsere Tage erhalten. Eigenthümlich ist auch die Umwindung
des elliptischen, gerippten Mittel Stückes mit feinem Golddraht,
mit welchem auch schmale Riemchen umsponnen gewesen zu
sein scheinen. Die Spiralen aus doppelt züsammengebogenem,
an den Enden gewundenem Golddraht, die Frank für die Bekleidung
hölzerner Griffe hält, kommen ganz ähnlich im Hallstätter
Grabfelde 2 und sehr häufig in Ungarn vor, wie auch
in Mecklenburg und Dänemark. 3
In der Nähe der Fundstelle der merkwürdigen Gürtelbeschläge
wurde im Jahre 1846 eine grosse Anzahl von
1 Frank, a. a. O. Taf. V.
2 Hallst. Grabfeld, Taf. XVII, 10.
3 Sacken u. Kenner, Beschreib, d. Samml. des k. k. Münz- und Ant.-Cab.
S. 348. — Lisch, Jahrb. f. mecklenburg. Gesch. XVIII, 256. —
Worsaae, Nord, oldsager, 250.