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Sacken.
des Pfahlbaues im Gardasee, 1 welche Rasirmesser oder Schabwerkzeuge
sind.
Eine im Jahre 1868 von mir vorgenommene Nachgrabung
zeigte, dass hier in der That ein Begräbnissplatz mit verbrannten
Leichen war.
Die Stelle liegt etwa 500 Schritte östlich vom Orte Pottschach,
nahe beim sogenannten Katzenhofe an der äussersten
Abdachung des Gefieders gegen die Thalsohle der Schwarza.
In dem sanften, durch die Eisenbahnarbeiten an der Ostseite
scarpirten Abhange standen Gruppen von Thongefässen; jede
dieser Gruppen bestand aus einer grösseren Urne mit den
Ueberresten der Verbrennung, Asche, Kohle und calcinirten
Knochen stücken und einigen kleineren Gefässen, 2—4, als
Beigabe. Sie befanden sich 2—2% Fuss unter der Oberfläche,
ober der Schotterlage, in dem mit vielen Steinen vermischten
Humus.
Die Anordnung der Gefässe ist verschieden, die kleinen
sind um die Aschenurnen nicht regelmässig gestellt, sondern
liegen, zum Theil horizontal, ohne Ordnung dabei und es muss
schon ursprünglich keine bestimmte Anordnung gewesen sein.
Kleine Näpfe wurden bisweilen in den Hals der grossen Urnen
gesteckt; auf letzteren finden sich Schalen als Deckel
gestürzt.
Die Form der Gefässe ist so regelmässig, dass sie mit
einer Drehvorrichtung gemacht sein müssen, obwohl sie bestimmt
nicht auf der eigentlichen Töpferscheibe gefertigt sind;
auch bei den herumgezogenen Linien und Cannelüren zeigt
sich, dass manche aus freier Hand gemacht wurden, andere
dagegen lassen durch ihre grosse Regelmässigkeit und Präcision
auf die Anwendung einer mechanischen Vorrichtung
k. k. Central-Comra. z. Erforsch, u. Erhalt, d. Baudenkm., X, S. 186,
Fig. 4 (aus den rhätisch-etrusk. Gräbern von Stadlhof in Südtirol).
1 Sitzungsber. XLVIII, 321. Am ähnlichsten ist dem oben erwähnten ein
bei Griesbach in Niederbaiern gefundenes, in der Sammlung des histor.
Vereines in Landshut befindliches Messer. Lindenschmit, Alterth.
uns. heidn. Vorzeit I, Heft VIII, Taf. 4, 14. — Ueber zahlreiche in
Frankreich gefundene Messer dieser Art s. Flouest im Bulletin de la
soeiete de Sciences histor. et natur. de Semur, 1871 (Le tumulus du bois
de Langres).