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Sacken.
zeigt, dass die Leiche bekleidet bestattet wurde; die Arme
waren mit Ringen geschmückt, der Hals mit einer Torques.
Diese ist glatt, mit etwas auseinander stehenden vasen- oder
trompetenförmigen Knöpfen an den Enden, deren Höhlungen
mit Schmelz oder einem farbigen Kitt ausgefüllt gewesen zu
sein scheinen. 1 Von den drei Armbändern hat eines die Form
eines Rundstabes mit schwachen Buckeln an der Aussenseite;
man sieht, dass dieses Schmuckstück lange Zeit getragen
wurde, weil diese Buckeln grossentheils abgeschliffen sind.
Der zweite Armring ist dünn und knotig gearbeitet, der dritte,
genau von derselben Form, besteht aus Eisen, was um so
interessanter ist, als eiserne Schmuckgegenstände überhaupt
selten sind, weil man begreiflicher Weise die goldglänzende
Bronze für solche vorzog.
Die zahlreichen Funde in dem isolirten ,die neue Welt'
genannten Thale am Fusse der langen Wand bei Wiener-Neustadt
habe ich im XLIX. Bande der Sitzungsberichte bereits
ausführlich besprochen. Dieselben zerfallen in zwei Gruppen
von sehr ungleichem Charakter und verschiedener Technik.
Die eine, der Fund in den Schutthalden der Wand ober dem
Orte Stollhof (im Jahre 1864), umfasst Gegenstände aus
reinem Kupfer, Beile in der Form der steinernen, ohne Vorrichtung
zum Schäften, vier Paar grosse Doppelspiral-Disken,
die durch einen Bügel verbunden sind und wahrscheinlich als
Brustschmuck dienten, Spiralarmbänder, endlich zwei grosse
Goldscheiben, jede mit drei Buckeln und verschiedenen Perlenreihen
verziert. Es ist, da nichts weiter dabei gefunden wurde,
höchst wahrscheinlich ein vergrabener Schatz der alten Einwohner
und ein Erzeugniss derselben, denn alles ist von primitiver
Technik, bloss durch Hämmern, ohne Anwendung des
Gusses hergestellt, und aus ungemischtem Materiale.
Von der zweiten Kategorie der Fundstücke dieser Gegend,
welche Bronzen der vorzüglichsten Art zeigt, einen prachtvollen,
reich und fein verzierten Dolch, kunstvoll gearbeitete
1 Einen ähnlichen Halsring trägt einer der gefangenen Häuptlinge der
Pannonier auf der Gemma augustea im Wiener Äntikencabinete. Bekanntlich
war die Torques ein beliebter Schmuck der Perser, Gallier, Briten
und anderer Völker des Orients wie des Nordens.