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Sacken.
derber Form, bis in die Schneide hinein hohl; er ist jetzt
4 Zoll lang, war aber ursprünglich offenbar länger, da die
Schneide unverkennbar an das abgenützte Instrument später
angeschliffen wurde. Um die Schaftröhre laufen zwei durch
eine Hohlkehle getrennte Wulste.
Ein am Aninger in der Brühl gefundener Kelt zeichnet
sich gegen den beschriebenen durch feine, elegante Form
und besondere Zierlichkeit der Ausführung aus. Er ist 4 Zoll
lang, an der ovalen Schaftröhre 1 Zoll 1 Linie, an der Schneide
1 Zoll 8 Linien breit. An erstere legen sich flache Lappen an,
ähnlich wie die zusammengebogenen Schaftlappen eines Palstabes;
der eine geht dann in das seitliche Oehr über. Die
dunkle Patina ist so dünn, dass sie die schöne Bronzemischung,
aus der das feine Werkzeug gefertigt ist, erkennen lässt.
Derlei vereinzelte Fundstücke sind für den Bestand einer
Ansiedlung an ihrer Fundstelle noch nicht entscheidend, für
solche sind nur grössere Mengen verschiedener Gegenstände,
namentlich Gefässe, insbesondere aber Gräber massgebend.
Da können wir denn längs des Alpenrandes, an den Ausläufern
des Gebirges in die Ebene eine Kette von Niederlassungen
constatiren. Gegen Osten wandernd treffen wir zunächst
auf die Gräber von Leobersdorf. 1
Schon vor mehreren Jahren wurden hier vereinzelte
Gegenstände, Gefässscherben und ein Bronzebeil gefunden.
Beim Abgraben einer Schottergrube behufs des Baues der
Wiener Wasserleitung, dicht bei der Enzersfelder Strasse,
etwa 50 Schritte südwestlich der Nowaek-Mühle, stiess man
auf mehrere Skelette, bei denen sich verschiedene Beigaben
vorfanden. Die Lage der Skelette war nicht gleich; eines derselben
lag mit dem Gesichte gegen Osten gewendet, wie es
gewöhnlicher heidnischer Brauch, wohl im Zusammenhang mit
dem Sonnencultus, war, ein anderes aber in entgegengesetzter
Richtung, gegen Westen, 2 Klafter von ersterem entfernt, ein
drittes hatte gegen diese beiden eine schiefe Lage. Man hatte
hier die Verstorbenen auf den unter der Ackerkrume lagernden
Schotter gelegt, bisweilen etwas in denselben eingesenkt,
1 Eine Notiz darüber von Karrer in den Mitth. d. anthropolog. Gesellscliaft
I, 368.