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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Sacken.

sind  und  scheinen  mit  einem  Instrumente,  etwa  einem  kleinen,
gezähnten  Rade  hergestellt  zu  sein.  1
Nach  der  Menge  der  Asche  zu  schliesson,  waren  hier
Viele  bestattet,  deren  Reste  nach  der  Verbrennung  in  die
Bohlenkammer  gebracht  wurden.  Die  Nadel  scheint  nach
Analogie  mit  den  gleichen  von  Hallstatt,  der  vorchristlichen
Zeit,  dem  sogenannten  ersten  Eisenalter  anzugehören;  auch  die
Geschirrtrümmer  mögen  dieser  Periode  zuzuschreiben  sein.
Auffallend  dagegen  ist  der  Fund  der  Münze  von  Leopold  I.,
welche  tiefer  als  Nadel  und  Geschirre,  sogar  unter  dem
Niveau  lag.  Freilich  ist  zu  bedenken,  dass  derartige  auffallende ­
  Hügel  in  älterer  Zeit  nicht  selten  von  Schatzgräbern
durchwühlt  wurden,  auch  geschieht  es  durch  Kaninchen  und
Erdzeiseln,  welche  beide  in  dieser  Gegend  häufig  sind,  dass
durch  die  von  diesen  Thieren  gemachten  Baue  und  Gänge
Gegenstände  von  der  Oberfläche  in  die  Tiefe  fallen,  und  so
mag  sich  das  Vorkommen  der  Münze  auf  die  eine  oder  die
andere  Art  erklären.
Grabhügel  mit  Bohlen-  oder  Dielenkammern  im  Innern,
in  welchen  die  Skelette  lagen  oder  die  Urnen  beigesetzt  waren,
kommen  in  Skandinavien  und  Jütland  nicht  selten  vor,  -  in
Deutschland  ist  nur  ein  Grabhügel,  bei  Wulfen  in  Anhalt,  bekannt, ­
  der  eine  Grabkammer  aus  Fichtenbohlen  enthielt,  auf
deren  Fussboden  die  Aschenurnen  standen  mit  Beigaben  von
Bronze. :i  Der  Hügel  von  Ins  im  Canton  Bern  enthielt  einen
mit  einem  Erzdiadem  geschmückten  Schädel  nebst  Bronzevase
und  Schmucksachen;  das  ganze  war  durch  Holzbretter  geschützt. ­
  1  '  Eine  Kammer  von  Pfostendielung  zeigte  auch  der
1852  bei  Bcllowitz  in  Mähren  aufgegrabene  Tumulus; 5  es  war
ein  Holzbehältniss,  welches  Skelette  enthielt.  Man  hält  das
ganze  für  ein  Tartarengrab  aus  dem  zweiten  Viertel  des  XIII.

1  Vgl.  die  Urne  von  Felixstow  in  Suffolk  bei  Kemble,  Home  femles,
pl.  XXIX,  5.
2  Weinhold,  Altnord.  Leben,  S.  190.
3  Ders.  Die  heidnische  Todtenbestattung  in  Deutschland,  Sitzungsber.  d.
kais.  Akad.  d.  W.  XXIX,  194.
4  Bonstetten,  Tombelles  d’Anet,  11.
5  Chlumetzky  in  den  Schriften  der  histor.  stat.  Section  d.  mähr.-schles.
Gesellschaft  des  Ackerbaues.  V.  Heft,  219.  (Die  Tafel  in  Band  VI.)
            
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