lieber Ansiedlungen und Funde aus heidnischer Zeit.
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Scherben, Kohlen und einige Bronzegegenstände zum Vorschein,
9 Fuss vom Mittelpunkte entfernt. Schon nahe bei diesem fand
sich, in der Richtung gegen Nordost laufend, eine kleine Mauer
aus gelegten Steinen, ohne Mörtel, auf ihre abermals eine Holzwand.
Es war also eine ganze Bohlenkammer, angefüllt mit
Asche und Gefässscherben. Die Steine sind theils Sandstein,
theils Granit, beide nicht in der nächsten Umgegend vorkommend
und zeigen Spuren von Bearbeitung mit dem Meissei.
Die Fundstücke sind höchst seltsam und von sehr verschiedener
Art. Dicht bei der ersten Bohlenwand und zwar
ein Fuss unter dem Niveau, der Sohle des Hügels, in einer
Tiefe von 19 Fuss unter der Oberfläche des Hügels lag ein
Kreuzer von Kaiser Leopold I. vom Jahre 1687. Die Kohlen,
Geschirrtrümmer und Bronzestücke hinter der Bohlenwand
lagen 4 Fuss über dem Niveau. Die letzteren bestehen in
einem dünnen, erhobenen Buckel von 2 Zoll Durchmesser aus
Bronzeblech, einem kleinen Nagel mit halbkugeligem Kopfe
und einer schönen Gewandnadel von 9 Zoll Länge mit vier,
nach oben immer grösser werdenden Knöpfen in regelmässigen
Abständen (Fig. 63). Zwischen jedem Knopfe ist ein doppelter
Ring als Zwischenglied angebracht, die Spitze der Nadel
ist in ein Vorsteckstück von 1 Zoll Länge versenkt. Genau
solche Nadeln, ebenfalls mit solchen eigenthümlichen Vorsteckstücken,
deren Zweck wohl war, zu verhüten, dass man sich
mit der Spitze stach, fanden sich in ziemlicher Anzahl in den
Gräbern von Hallstatt, 1 für welche Fundstätte sie geradezu
charakteristisch sind. Die Thonscherben müssen grossen Gefässen
von bauchiger Form angehört haben; sie bestehen aus
ziemlich grobem Thon, scheinen nicht auf der Töpferscheibe
gefertigt zu sein, sind auf der äussern und innern Fläche vom
Brennen roth, auf dem Bruche aber grau. Aussen sind sie
theils mit Graphit, theils mit Eisenocker gefärbt und mit
eigenthümlichen Ornamenten, welche Systeme von Linien,
Haken, zum Theil mäanderartig und Dreiecken bilden, bedeckt
(Fig. 64). Die Linien bestehen aus aneinander gereihten einzelnen
Eindrücken, die mit einer weisslichen Masse ausgefüllt
2 Siehe mein Hallstätter Grabfeld, Taf. XV, 10, 12 ; Taf. XVI, 6.