Ueber AnsierUungen und Funde ans heidnischer Zeit.
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8 Zoll langen Nadel, deren Kopf ein flaches sechsspei eiliges
Rad von 2y 2 Zoll Durchmesser bildet.
Grabstätten mit ausschliesslichen Stein-Beigaben wurden
bisher in unserem Lande nicht gefunden; die wenigen im Gebiete
jenseits der Donau untersuchten Gräber enthielten Gefässe
mit verbrannten Leichen und Beigaben von Bronze;
solche sind von Egenburg und von Fels bekannt. Die Urnen
sind von ausgebauchter Form, schwärzlich, zum Tlieil gefärbt;
in den grösseren befanden sich die Ueberreste der Verbrennung
mit ärmlichen Beigaben von Bronze, meist blos
Haarnadeln, kleinere waren zu ihnen gestellt. Das Todtenfeld
bei Egenburg befindet sich auf dem Schmiedafelde am Fusse
des Vitusherges; es wurden hier 9 Aschenurnen von 6—7 Zoll
Durchmesser ausgegraben.
Einer weit jüngeren Periode dürfte ein Grab angehören,
welches im Jahre 1853 bei Weitersfeld entdeckt wurde.
Es enthielt ein Skelett, bei dem ein lmtförmiger Schildbuckel
aus Eisen lag, — ähnlich den in den Gräbern bei Selzen und
in fränkischen und alemannischen Grabstätten gefundenen, —
ferner ein eisernes Messer, einige unkenntliche Eisensachen,
endlich eine zierliche Pincette aus Bronze oder Messing, deren
bisweilen als Toilettegegenstand Vorkommen. 1
Es ist noch nicht klargestellt, in welchem Verhältnisse
zu allen diesen prähistorischen Funden die zahlreichen vereinzelten
Erdhügel stehen, die wahrscheinlich Grabstätten
sind. Solche Tumuli kommen in grosser Menge in der Türkei
und im südlichen Russland vor, wo sie, wenigstens zum Theile,
als Gräber nachgewiesen sind. - Bisher sind 16 Tumuli bekannt,
bei Zegersdorf, zwischen Hippersdorf und Neustift,
zu Klein-Wiesendorf, Gross-Weikersdorf, Ober-Hollabrunn,
Gross-Mugel, westlich von Nieder-Hollabrunn,
nordwestlich von Nieder-Fellabrunn, Eggendorf,
endlich bei Ober-Gänserndorf, bei Hetzmanusdorf und
1 Engelhardt, Kragehul Mosefund, Taf. IV, 21—23. — Nordiske oldsager,
Nr. 273. — Grabfeld von Hallstatt, Taf. XIX, 17. — Mitth. d.
ant. Ges. in Zürich, XV, lieft 7, Taf. VII, 39 und XV, 5.
2 Weiser, Tbracien und seine Tumuli in den Mitth. d. antliropol. Gesellschaft
in Wien, II, S. 137 ff.
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