Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

592

Sacken.

querlaufenden  und  rechtwinklig  abgebogenen,  erhobenen  Fäden.
Eine  blattförmige  Lanzenspitze;  von  einer  zweiten,  grossen
ein  Bruchstück.  Fragmente  von  zwei  Schwertklingen,  l 1 / 2  und.
2 1 /j  Zoll  breit,  erstere  mit  starker  Mittelrippe,  von  zwei  Fäden
beseitet,  neben  denen  als  Verzierung  fortlaufende  kleine  Bögen
eingeschlagen  sind.  1  Drei  Armringe,  fein  verziert;  einer
(Fig.  59),  3  Zoll  im  Durchmesser,  ist  bandartig,  5  Linien  breit,
an  den  Enden  etwas  offen;  die  zart  gravirten  Ornamente  bestehen ­
  aus  Streifen  von  Strichen,  dazwischen  gefiederte
Streifchen,  aus  feinen  Stricheln  gebildet.  Durch  langes  Tragen
ist  die  Gravirung  zum  Theil  abgewetzt,  selbst  die  Kante  des
Ringes  an  einer  Seite  abgeflacht.  Dies  ist  noch  mehr  der  Fall
beim  zweiten  Ringe,  der  aus  einem  cylindrischen,  an  den  übereinander ­
  gelegten  Ecken  sich  verjüngenden  Stabe  besteht,  und
bei  dem  dritten,  kleineren  Armringe,  dessen  G-ravirungen  fast
vollständig  abgeschliffen  sind.  Zwei  starke,  ovale  Ringe  von
3 3 / 4  Zoll  Durchmesser,  in  der  Mitte  8  Linie  dick,  an  den  Enden
zugespitzt,  wohl  zum  Schmuck  des  Oberarmes  bestimmt,  wieder
mit  feinen  Gravirungen  verziert,  die  aber  durch  langes  Tragen
stark  verwischt  sind,  selbst  die  Aussenseiten  sind  dadurch  zum
Theil  abgeflacht.  Von  einem  dritten,  noch  stärkeren,  mit
concentrischen  Kreisen  und  Punkten  verzierten  Ringe  wurde
nur  ein  kleines  Bruchstück  gefunden.  Zwei  kleinere  Ringe,
aus  dünnen  kantigen  Stäben,  daher  nicht  Armringe,  sondern
wahrscheinlich  zum  Durchziehen  der  Haare  bestimmt,  zeigen
ebenfalls  bedeutende  Abnützung;  dasselbe  ist  der  Fall  mit
einer  Sichel,  die  durch  oftmaliges  Zuschleifen  schon  ganz  kurz
wurde.  Ein  Spiral-Discus,  aus  einem  nach  Massgabe  der  Windungen ­
  sich  verjüngenden  Blechstreifen  gebildet,  ist  das
Fragment  eines  aus  zwei  derartigen  Spiralen  bestehenden
Zierstückes;  in  der  Oeffnung  in  der  Mitte  steckt  ein  feiner
Draht.  Alle  Gegenstände  sind  von  guter  Bronzemischung,  daher
schön  patinirt,  von  sorgfältiger,  feiner  Arbeit  in  Form  und
Verzierung.  Sie  wurden  nach  Aussage  der  Finder,  welche  sie
dem  kais.  Antikencabinete  überbrachten,  frei  im  Boden  liegend
in  nicht  unbedeutender  Tiefe  gefunden,  ohne  sonstige  Gegenstände ­
  und  ohne  Knochen,  daher  sie  nicht  von  einem  Grabe

1  Vgl.  Montelius  a.  a.  O.  Fig.  164a,  168b,  171.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.