tJeber Ansiedlnngen nnd Funde aus heidnischer Zeit.
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Spitze, aussen mit zwei Fadenkreisen verziert; in Sigmundslierberg
Palstäbe mit flacher Schaftbahn.
Reinprechtspölla ist der Fundort besonders vieler
Pfeilspitzen sehr mannigfaltiger Form. Sie sind bald blattförmig
(Fig. 51), mit breitem, unten gerade abgeschnittenen
Blatte (Fig. 52), bald schmal, ohne Rippe (Fig. 53), mit vierkantiger
oder kegelförmiger Spitze (Fig. 54,55), 1'/ 4 —2 Zoll lang. 1
Die westlichsten Punkte bisher sind Gars, wo bei der
Schlossruine ein grosser Palstab gefunden wurde, und Zwetl,
der Fundort eines besonders schönen Beiles (Fig. 56) von
8 Zoll Länge, an der ausgebogenen Schneide 2 1 / 2 Zoll breit, mit
flacher Schaftbahn, ohne die den Stiel umschlagenden Lappen.
Oestlich vom Manhartsgebirge wurden ebenfalls mehrere
Funde von Bronzen gemacht, so zu Wartberg eine Dolchklinge,
unten abgerundet, mit 4 Griffnägeln; bei Kreuzstetten
ein Messer mit geschweiftem Rücken, ganz ähnlich dem
von Sachsendorf; bei Unter-Rötzbach mehrere glatte Halsringe
mit aufgerollten, nicht zusammenschliessenden Enden, 6'/2
Zoll im Durchmesser; bei Feuersbrunn eine sehr grosse Nadel
(Fig. 57), von 9 Z. Länge, oben mit einer Scheibe von 3 3 / 4
Zoll Durchmesser, auf der sich ein Oehr der Quere nach befindet.
Die Scheibe, in der Mitte etwas erhoben und durchlocht ist
mit drei gestrichelten Kreisen, deren mittelster ein schief gestelltes
Kreuz enthält, verziert. 2 Die Arbeit ist unvollkommen und
roh, das Materiale scheint ungemischtes Kupfer zu sein. Es
sollen an einer Stelle zwölf Stücke solcher seltsamen Nadeln
gefunden worden sein.
Bemerkenswerth sind zwei grössere Funde. Den einen in
Kleedorf zwischen Göllersdorf und Oberhallabrunn machten
Bauersleute beim Ackern im Jahre 1872. Er ergab folgende
Stücke: Vier Palstäbe mit deutlichen Spuren des Gebrauches;
einer derselben, 5 Zoll lang, ist mit eingravirten concentrischen
Kreisen, die durch eingeschlagene Punkte verbunden
sind, verziert (Fig. 58). Vier Kelts mit Oehr, verziert mit
1 Vgl. Kemble, Horae ferales, pl. VI.
2 Nadeln ähnlicher Grundform, aber mit durchbrochener Scheibe aus der
Gegend von Mainz. Lindensehmit, Altertli. uns. heidn. Vor«. I, Heft
IV, Taf. 4. — Eine mit voller Scheibe aus Södermanland bei Montelius,
Antiq. suädoises, Fig. 218 a.