Ueber Ansiedlnugen und Funde aus heidnischer Zeit.
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bedeutenden Eingang. Die armen Leute waren also mehr als
anderswo auf sieh selbst und das wenige, das die etwas rauhe
Natur bot, angewiesen; ohne Metallproducte weit und breit,
mussten sie sich mit dem zunächst liegenden, billigen behelfen.
Die Geschiebsteine und Serpentine, aus denen die meisten
Steingeräthe bestehen, gaben bei geringer Bearbeitung ohne
Kosten leidliche Werkzeuge und die schon durch die Entfernung
von metallreicheren Gegenden bedingte Kostspieligkeit
metallener Werkzeuge musste sie zwingen, besonders solche,
welche eine grössere Menge des theueren Materiales erforderten,
wie Hämmer, Schlägel etc., sich umsonst, wenn auch von
unvollkommenerer Art, zu beschaffen, wie wir denn solche
auch an anderen Orten, wie zu Hallstatt, in der neuen Welt,
neben feineren Bronze- und Eisenwerkzeugen und höchst wahrscheinlich
mit diesen gleichzeitig antreffen. Die grosse Masse
von Steinobjecten gerade in diesem abgelegenen Winkel dürfte
sieb aus diesen Umständen erklären und wir werden nicht
irren, wenn wir annehmen, dass sie hier eine längere Zeit in
Gebrauch waren und weiter heraufreichen als in glücklicher
gelegenen und reicheren Gegenden, wie etwas ähnliches von
den Pfahlbauten der Ostschweiz gegenüber denen der Westschweiz
behauptet werden darf. Bei der Isolirtheit der barbarischen
Bewohner der Manhartsgegend gerade in den ersten
christlichen Jahrhunderten bis gegen das Mittelalter ist es nicht
unwahrscheinlich, dass die besprochenen Geräthe zum guten
Theile noch aus dieser Zeit stammen. Sie liegen auch fast zu
Tage, in sehr geringer Tiefe, in der Ackerkrume, so dass sie
oft durch den Pflug oder durch Regen an die Oberfläche
kommen. Einen Wink geben uns auch manche Kirchen, wie
die auf dem Michaels- und auf dem Leiserberge, denen seit
alter Zeit Pfarrsprengel zugewiesen waren, die aber gegenwärtig
ganz isolirt, von jeder Ortschaft entfernt stehen, während
bei ihnen durch Funde der beschriebenen Art Spuren
alter Niederlassungen nachgewiesen werden; da ist es doch
wahrscheinlich, dass diese noch bestanden, als die Pfarren gegründet
wurden, weil man doch Pfarrkirchen in Ortschaften
oder in deren nächster Nähe anzulegen pflegt. 1
1 Vgl. Much, a. a. 0.