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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Sacken.

Von  diesen  haben  sich  weniger  deutliche  Spuren  erhalten,  als
von  den  auf  den  Höhen  gelegenen  Ansiedlungen,  denn  während ­
  letztere  mit  der  Zeit  verlassen  wurden  und  es  blieben,
erhielten  sich  die  auch  für  die  nachfolgenden  Verhältnisse
günstig  gelegenen  in  den  Mulden  und  Niederungen  fort  und
wurden  zu  den  gegenwärtigen  Ortschaften.
Bestimmte  Spuren  grösserer  Niederlassungen  sind  am
Wieshofe  bei  Engelsdorf,  über  eine  Fläche  von  fast  zwei  Joch
ausgebreitet,  am  Meiseldorfer  Teiche,  in  Unter-Himmelreich
bei  Breitenaich,  in  Gösing  an  der  Stelle  des  heutigen  Ortes,
bei  Göllersdorf,  wo  in  einer  Aschenlage  zahlreiche  Gefässe
und  Thonpyramiden  nebst  Knochen  und  Steinwerkzeugen,  über
eine  Fläche  von  circa  100  Quadratklafter  verbreitet,  in  beträchtlicher ­
  Tiefe  (5—8  Fuss)  gefunden  wurden.  Die  Gefässe,
schüsselartig,  mit  gerade  aufstehendem  Rande,  mit  durchkreuzten ­
  Strichen  verziert  und  mit  Graphit  geschwärzt,  sind
mitunter  von  vorzüglicher  Arbeit.  In  den  Ziegeleien  bei
Weikersdorf  und  Wetzdorf  beobachtete  Graf  Wurmbrand
Höhlungen  oder  Gruben,  regelmässig  eingeschnitten,  von  der
Form  eines  umgekehrten  Kegels,  6  Fuss  tief,  8—12  Fuss  im
oberen  Durchmesser;  sie  erwiesen  sich  angefüllt  mit  dunkler
Erde,  vermischt  mit  Asche,  Knochen  (darunter  sollen  auch
menschliche  gewesen  sein)  und  zahlreichen  Geschirrtrümmern.
In  Wetzdorf  waren  die  Gefässe  bombenförmig,  mit  Strich-  und
Punktverzierungen,  trefflich  gearbeitet.  Wurmbrand  vermuthet
hier  die  Herdstätten  der  alten  Ansiedlungen.  1
Die  alten  Ansiedlungen  scheinen  mitunter  durch  Erdwälle ­
  und  Umpfählungen  geschützt  gewesen  zu  sein.  Bei  Meiseldorf
  zeigen  sich  neun  deutlich  umgrenzte  Stellen,  die  zum
Theil  einige  hundert  Schritte  im  Umfang  messen,  innerhalb
welcher  Scherben  und  Steingeräthe  nebst  Splittern  und  Abfällen ­
  in  Masse  zu  linden  sind.  Der  dominirende  Michaelsberg
besass  noch  im  XV.  Jahrhundert  auf  seiner  Spitze  einen  runden ­
  Steinwall,  von  dem  Thomas  Ebendorfer  spricht  und  der
im  Zusammenhalt  mit  dort  in  damaliger  Zeit  gefundenen  Gold-Übeln
  und  neuerer  Zeit  von  Much  ausgegrabenen  Steinmeissein
und  Feuersteinsplittern,  mit  ziemlicher  Wahrscheinlichkeit  als

Mitth.  d.  änthropol.  Gesellsch.  in  Wien,  UI,  116.
            
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