lieber Ansiedlungen und Funde aus heidnischer Zeit.
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h) G ofasse. Diese, welche fast nur in Bruchstücken in
ausserordentlicher Menge gefunden werden, sind von verschiedener
Art. Die mit den Steinwerkzeugen zusammen vorkommenden
bestehen aus grobem, reichlich mit Quarzsand gemischtem
Thone; meist stark, sogar klingend gebrannt, haben sie
eine blassrothe Farbe, an der Aussenseite, oft auch im Innern
sind sie mit einem Graphit- oder rothein Ocker-Anstrich versehen.
Nach den Fragmenten zu schliessen, waren es grosse
bauchige Gefässe von 3—4 Linien Dicke, vielleicht für die
Wasservorräthe auf den quellenlosen Höhen, tiefe Schalen mit
Henkeln, flachere Schlüsseln mit breit übergeschlagenen Rändern
und verschiedene Töpfe und Näpfe. Die nur an wenigeren
sichtbaren, primitiven Verzierungen bestehen in gitterartigen,
nicht selten wirren Strichen (Fig. 29), mit stumpfen Hölzern
gemacht oder in Fingereindrücken an den herumlaufenden Wülsten
in regelmässigen Abständen. Statt des Henkels trifft man häufig
knopfartige Ansätze, die bisweilen durchbohrt sind, um
eine Schnur oder einen Stab durchzustecken, oder unten gehöhlt,
um die Finger hineinzulegen (Fig. 30). Von flaschenförmigen
Gefässen sind nur die derberen Hälse erhalten
(Fig. 31). 1 Neben den Thongeschirren kommen auch dicke
Gefässe aus blättriger Graphitmasse vor; 2 ein zu L i m b e r g
gefundenes Bruchstück (Fig. 32) hat ein erhobenes Band, auf
welchem vertiefte Kreise mit Centralpunkt, hervorgebracht
durch das Eindrücken zweier Röhrchen, zu sehen sind. Die
derben Gefässe sind wohl alle aus freier Hand geformt, ohne
Anwendung der Töpferscheibe. Durchlöcherte Gefässe oder
Siebe (Fig. 33, gefunden bei Grafenberg) dienten vielleicht zur
Käsebereitung, wie man es bei solchen der Schweizer Pfahlbauten
vermuthet. 3 Eigenthümliche Formen sind ein kleiner
Trichter von 3 '/ 4 Zoll Länge, bei der Egenburger Stadtmauer
bei einem Skelette nebst vielen Scherben gefunden, und ein
Miniatur-Näpfchen von l 3 / 4 Zoll Höhe (Fig. 34) mit vier hornartigen
Ansätzen an der Ausbauchung. Die an vielen Orten
1 Süss hält diese Bruchstücke für Lampen, Much (a. a. O. II, 113) für
Löffel, wozu sie aber mit ihrer Oeffnung wenig geeignet wären.
2 Graphit kommt in der Gegend häufig vor und tritt mitunter zu Tage.
3 Vgl. Mitth. d. ant. Ges. in Zürich, XIV, 1. Heft, Taf. II, 18.