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Sacken.
eine rasche Drehung; versetzt worden sein, weil die Löcher
durchaus so vollkommen zirkelrund geriethen. Bei der Vituscapelle
fand man auch mehrere zugerichtete, aber noch ungebolirte
Hämmer, sowie bei Harmannsdorf angefangene, bei
denen die Bohrung nur versucht wurde. Ein einziges bei
Jetzelsdorf gefundenes Exemplar, 3 Zoll lang, hat kein Stielloch,
sondern statt desselben auf jeder Langseite eine senkrechte
Rinne, um an einen Stiel gebunden zu werden.
In Bezug auf Grösse und Form ist die Verschiedenheit
sehr gross. Der grösste bei Rockendorf gefundene Hammer
ist 12 Zoll lang, 4 Zoll breit, 2 1 / 2 Zoll dick und wiegt 7 3 / 4 Pfund,
der kleinste hat nur 3 1 / 2 Zoll Länge bei l 3 /., Zoll Breite, 1 Zoll
Dicke. lirsterer ist rückwärts schief abgeplattet und geglättet,
sonst fast ganz unbearbeitet, letzterer (Fig. 15) rückwärts
abgerundet und ganz polirt. Diejenigen hammerartigen Werkzeuge,
bei denen die Schneide horizontal steht, sind flache,
bisweilen etwas gebogene, hauenartige Steine; ein solches von
Ravelsbach, nur in einem Fragment vorhandenes, bei 4 Zoll
Breite nur 11 Linien dick, aus schönem Serpentin, ist sehr
rein polirt, das Stielloch spiegelglatt. Ein flaches aus Probirstein
hat das Stielloch in der Mitte, ein anderes, wie Fig. 9,
unten ganz flach, hat eine convexe Schneide. Zu den Hämmern
kamen, wie überall, nur weichere Steinarten, namentlich
Serpentine, die in nicht weiter Ferne häufig Vorkommen, auch
weiche Sand- oder mergelartige Steine in Verwendung.
Besonders schön und von der gewöhnlichen Form abweichend
ist das bei Kameck zwei Klafter tief im Lehm nebst
Knochen gefundene Fragment einer Streitaxt aus hellgrünem
Serpentin (Fig. 18), 3 '/ 2 Zoll lang. Am Stielloche fast rund geht
sie in eleganter Schweifung in die stumpfe, um 1 Zoll längere
Schneide über. Möglicherweise war die Rückseite ähnlich gestaltet,
so, dass das ganze Instrument eine Bipennis darstellte. 1
Es mag wohl mehr ein Prunkstück, als zu wirksamem Gebrauche
bestimmt gewesen sein, wie die zierliche Form und
die schon ursprünglich stumpfe Schneide beweisen.
1 Vgl. Nilsson, Steinalter Taf. VIII. 173. Madsen, Taf. XV, 8, XXXII.
13—18. Worsaae, Nordiske oldsager 103—109. — Lin den sch mit,
Alterth. uns. heidn. Vorzeit. I. Heft IV, Taf. 1. — Kemble, Horae
ferales, pl. III. — Montelius, Antiq. suedoises, Fig. 42.