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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 74. Band, (Jahrgang 1873)

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Sacken.

Werkzeug.  Nach  der  Art  ihrer  Verwendung  sind  sie  von  verschiedenen ­
  Grundformen;  zu  denjenigen,  welche  mit  einem  Schaft  oder
einer  Fassung  versehen  wurden,  wählte  man  flache  Steine,
während  die,  welche  blos  mit  der  Hand  gefasst  wurden,  aus
dicken  Steinen  gefertigt  sein  und  abgerundete  Kanten  haben
mussten,  damit  man  sie  bequem  halten  konnte.  Die  Schäftung
geschah,  wie  aus  der  Gestalt  der  Steine  selbst  hervorgeht,
auf  eine  zweifache  Art,  entweder  wurde  die  Axt  auf  einen
zum  Theil  eingeschnittenen,  abgestuften  Stiel,  der  ein  Knie  hatte,
aufgebunden  und  zwar,  nach  Analogie  mit  ähnlichen  Geräthen  der
Gegenwart,  der  Quere  nach,  die  Schneide  horizontal,  so  dass  sich
der  Nacken  gegen  den  Absatz  des  Stieles  stemmte,  oder  aber  der
Stein  wurde  in  den  Schaft  eingekeilt  oder  eingeklemmt,  wobei
die  Schneide  vertical  zu  stehen  kam.  Zu  ersterem  Zwecke
wurden  die  flachen,  möglichst  rechteckigen  Steine  unten  flach
geschliffen,  damit  sie  auf  dem  Stieleinschnitte  gut  auflagen,
und  oft  auch  an  den  Schmalseiten  abgeschliffen,  damit  man
scharfe  Kanten  erhielt  zur  haltbareren  Befestigung  der  umgewickelten ­
  Schnur  oder  Sehne  (Fig.  1,  2,  3).  Die  Verwendung
dieser  Art  von  Werkzeug  als  Hauen  oder  Beile  ist  klar.  Die
Grösse  ist  verschieden;  zwischen  der  miniaturai’tigen  von  1
Zoll  Länge  bis  6'/ 2  Zoll  variirend,  sind  die  meisten  2 1 /- 2 —3  Zoll
lang.  Die  Breite  der  Schneide  beträgt  die  Hälfte,  selbst  zwei
Drittel  der  Länge;  viele  sind  übrigens  offenbar  bei  wiederholtem ­
  Gebrauche  öfter  zugeschliffeu,  und  dadurch  unverhältnissmässig
  kurz  geworden.
Die  Keile,  welche  in  den  Stiel  eingeklemmt  wurden,
sind  am  nicht  wirkenden  Ende  mehr  oder  weniger  zugespitzt
(Fig.  4,  5);  es  sind  oft  nur  gewöhnliche  Geschiebe-  oder
Rollsteine,  an  denen  weiter  nichts  geschah,  als  dass  ein  Ende
zugeschliffen  wurde.  Auch  hier  variirt  die  Grösse  zwischen
den  oben  angeführten  Grenzen  und  hat  die  Mehrzahl  eine.
Mittelgrösse  von  2*/ 2 —3  Zoll.  Bei  beiden  Arten  ist  die  Schneide
bald  gerade  mit  scharfen  Ecken  (Fig.  1—3),  bald  convex,  so
dass  sie  bisweilen  fast  einen  Halbkreis  bildet  und  die  Ecken
sich  allmälig  in  die  Schmalseiten  verlaufen  (Fig.  5);  selten
ist  die  Schneide  schief  gestellt  (Fig.  4),  was  das  Eindringen
in  den  zu  trennenden  Körper,  —  die  Wirkung  der  Schneide
beförderte.  Die  Schneide  wurde  oft  ganz  kurz  und  einseitig
            
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