lieber Ansiedhmgen und Funde aun heidnischer Zeit.
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Verhältnissen, bei den einzelnen Stämmen weiter ausbildeten,
oder verkümmerten und bei sonstiger Verwilderung verdunkelten.
So deutet auch die nachweisbar älteste Begräbnissart
in Steinkisten, ihre Gleichartigkeit im Principe, bei dem
überaus ausgedehnten Verbreitungsbezirk auf eine gleiche
Urquelle. Man hat es daher auch aufgegeben, diese Gräber, sowie
die alten Steine, seihst Bronzegeräthe einem einzelnen Volke
zuzuschreiben, nachdem die Fundergebnisse gezeigt haben,
dass ihre Zutheilung an Kelten, Germanen, Slaven, Iberer,
Iren, 1 Phönizier oder Tamhu eine zu beschränkte, einseitige
wäre. Allerdings lassen sich bei eingehender Vergleichung für
manche Bezirke, aber aucli nur im grossen und im allgemeinen
gewisse mehr oder weniger feststehende Eigenthümlichkeiten
nachweisen, die freilich oft nur von der Natur des bearbeiteten
Materiales abhängen. So erscheinen die Steinwerkzeuge
österreichischen Fundortes in grösserer Uebereinstimmung mit
denen aus den südlich der Donau gelegenen Ländern, der
Schweiz und Oberitalien, als mit den nordischen; bei ersteren
herrschen weichere Steinarten, bei letzteren der Feuerstein vor.
Der im Jahre 1866 verstorbene Reichsfreiherr Candid
von Engelshofen auf dem Schlosse Stockem bei Horn
sammelte eine lange Reihe von Jahren hindurch alle in einem
weiteren Bezirk um sein Gut vorkommenden Alterthümer,
insbesondere Steingeräthe, deren er über 10,000 zusammenbrachte.
Eine Auswahl von Musterbeispielen schenkte der gegenwärtige
Besitzer der für die älteste Culturgeschichte höchst
bedeutenden Sammlung, Herr Ernst Graf Hoyos-Sprinzenstein
dem k. k. Münz- und Antikencabinete und gestattete
mir die Durchsicht der ganzen in 500 Cartons verwahrten
Sammlung. Bei jedem Stücke ist der Fundort sehr genau verzeichnet,
wodurch die Art und Menge der Vorkommnisse an
den einzelnen Punkten festgestellt werden kann.
Die Fundgegenstände der ältesten Perioden zerfallen in
folgende Gattungen :
a) Keilförmige Werkzeuge (Aexte, Meissei), wie sie zu
mannigfachen Verrichtungen gebraucht wurden, theils als Beile,
mit einer Schäftung versehen, theils ohne Fassung als Hand-1
Neuester Zeit durch Maack, Die Entzifferung des Etruskischen, S. 90.