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Höfler.
durfte nicht zwei Könige haben 1 und des Herrn von Chievres
Sorge war es, dieses Unglück zu verhindern. Daher denn nun
das Streben, die volle Einigkeit zwichen der Königin und dem
Prinzen erscheinen zu machen; 2 daher die Fernhaltung des
Primas von Aragon, da die Aragonesen Karl ohnehin nicht als
König anerkannten, eine Meinung, die nicht erst eine Bekräftigung
durch die Königin zu erhalten brauchte; daher erst die
Isolirung des Infanten Ferdinand von seinen spanischen Erziehern,
die entschiedene Ungnade, in welche sie fielen, und
endlich seine Entfernung aus Spanien, ohne mit seiner Mutter
mehr zusammengekommen zu sein; daher die Einberufung der
castilianischen Cortes nach Valladolid, statt nach Toledo, gegen
den Rath des Regenten, aber nach dem Willen des Königs;
daher endlich auch der Bruch mit dem Regenten als nothwendige
Folge eines Systems, welches jetzt sich entwickelte.
Bereits als der König dem Regenten ankündigte, dass er nach
Tordesillas gehe und ihn zur Zusammenkunft nach Mojados bestimmte,
war gesagt worden, sobald der König und der Cardinal
über die gemeinsamen Angelegenheiten sich berathen und seinen
Rath ebenso über die Einrichtung seiner Familiensachen
erholt, möge Ximenes, dessen Verdienste nur Gott belohnen
könne, der Ruhe in Toledo pflegen. Nach Gomez war der
Bischof von Badajoz, Motta, der Urheber des Rathes, mit
welchem nun Chievres Wunsch erfüllt werden sollte, die spanischen
Angelegenheiten allein zu leiten, was er übrigens ohnehin
schon that. Der Brief selbst war jedoch vom Cardinal Adrian
zweifelsohne im Aufträge Karls geschrieben und, wie
man sich Vorstellen kann, mit allen Rücksichten gehalten, wie
sie dem Charakter dieses Mannes angemessen waren. Er konnte
am besten wissen, in welchem Gesundheitszustände sich Ximenes
den ganzen Spätherbst befand und wie sehr ihm der Aufenthalt
auf dieser Seite der castilianischen Berge schade. Letzterer
hatte, offenbar im Vorgefühle seines Todes, einen Brief an den
König begonnen und ihm sein Haus, die von ihm gestifteten
1 Poner dos reyes en Castilla — *s el rnayor danno que en un Reyno
puede aver. Der commendado de Castilla Juan de Vega bei Bergenroth
p. 336.
2 Ausdruck der Königin 1518 in Bezug auf Karl.