Karl’s T. Walil zum römischen Könige.
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1519 über König Franz’ kriegerische Anordnungen. 1 Es war
kein geringer Vortheil für König Karl, als die Schweizer den
alten Bund mit Oesterreich und Burgund erneuten und ihm
ihren Beistand zur Wahlangelegenheit verhiessen. 2 Da endlich
ward Pace, welcher nächst Wolsey das ganze Vertrauen Heinrichs
VIII. besass, (17. Mai) zu den Churfürsten entsendet,
nachdem die königlichen Schreiben 3 an diese sich bisher in
sehr allgemeinen Ausdrücken gehalten. 4 Man wusste, dass
König Franz erklärt habe, gewinne er das Kaiserthum nicht
durch Unterhandlungen, so werde es durch Waffengewalt geschehen.
5 Um so mehr mochte man hoffen, dass die Churfürsten
sich zuletzt — für König Heinrich entscheiden würden.
Pace solle den Franzosen gegenüber thun, als begünstige
Heinrich den König Franz, den Spaniern gegenüber als begünstige
er König Karl, und für Heinrich arbeiten. 6 Jetzt
wurde selbst in den Vordergrund gestellt, dass Heinrich VIII.,
der Tudor, aus deutschem Stamme sei. Gleich der Anfang der
diplomatischen Reise Pace’s war unendlich glücklich. Am Hofe
der Princessin Margarethe zu Brüssel hielt man seine Sendung
für einen neuen Beweis der freundlichen Gesinnungen Heinrichs
für König Karl. Pace wurde mit der geheimsten Lage
der Dinge bekannt gemacht, Pfalz, Mainz, Cöln hätten ihre
Versprechungen treu gehalten. Pace bemerkte aber doch, dass
das nicht so ganz der Fall sei und schrieb dies sogleich an
Wolsey, 7 und dass man ihm nur glauben machen wollte, es sei
1 n. 203.
2 Margarethe von Savoyen an König Heinrich. 7. Mai n. 213.
3 n. 235.
4 Der König stellte, als er Pace bei den Clmrfiirsten accreditirte. diesen sich
und seine Macht zur Verfügung. Schreiben vom 11. Mai 1519. Bei
Buchlioltz III. S. 673.
5 Der König (Karl) schrieb daher an den Bischof von Worcester: he will
take care that the votes of the electors are not coerced. 18. Mai.
6 Seine Instruction (n. 239—341) lautete: to disappoint the election of
the French King and the King of Castile and to find means by provident
and circumspect drifts to drive the electors to eleet Henry VIII., which
is of the Germany tongue.
7 n. 254.
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