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Höfler.
Unordnungen in der Kirche ein Ende gemacht werden und,
was der Cardinal für den höchsten Wunsch seines Lebens
erklärte, es möge ausserhalb Roms ein Universalconcil mit
vollster Freiheit gehalten, die Kirche reformirt werden, dann
aber möge der König den Zug gegen die Ungläubigen unternehmen.
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Der Regent hatte Sorge getragen, dass, welche Einflüsse
sich auch auf K. Karl geltend machten, seine Rathschläge dem
Könige nicht unbekannt blieben, da er sie den Händen des
früheren Lehrers Karls, seines Collegen im Cardinals-Collegium
anvertraut hatte. ?
Unterdessen hatte K. Karl in Aguilar del Campos die
Huldigung der Castilianer angenommen, war dann, von Wenigen
begleitet, mit der Infantin Leonore nach Tordesilla gekommen,
wo auf diese Nachricht die Königin sich ankleiden
Hess und ihre Kinder empfing, 3 welche bei dieser Gelegenheit
auch ihre zehnjährige Schwester, die Infantin Catalina sahen.
Die Königin beschenkte den König, den sie jedoch nur als
Prinzen anerkannte, sowie die Infantin. Als aber nun der
Erzbischof von Saragossa, natürlicher Sohn K. Ferdinands,
gleichfalls nach Tordesilla kam, seine Verwandten zu begrüssen,
wurde er abgewiesen und musste, so unangenehm es
ihm war, unverrichteter Dinge abziehen, ohne auch nur in das
Schloss aufgenommen worden zu sein. Selbst er durfte sich
nicht von dem Zustande Juana’s überzeugen.
Bereits war der Regent, nur noch durch einen dünnen
Faden mit dem Leben verbunden, nach Roa gekommen und
erwartete -die Weisung der Zusammenkunft mit K. Karl. Allein
die Sache gestaltete sich anders, als Jedermann erwartet hatte.
Statt dass der König nach Roa gekommen wäre, erliess Karl
1 E lo que mas deseo el cardenal en csta vida fue hallarse en im concilio
universal hechö fuera de Roma, donde pudiera tener entera libertad
en el remedio de la Iglesia, en un pueblo donde los perlados e personas
de buen zelo pudieran tener libertad, e reformada la Iglesia se
echara & los pies de V. M. para que empleara su poder contra los infideles.
Dieses wichtige politische Testament ist allen Biographen des berühmten
Cardinais unbekannt geblieben.
2 Flesehier hist, du Card. Ximenes p. 247.
3 Petr. Mart. n. 602.