K. Karls (V.) erstes Auftreten in Spanien.
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Bereits war in Betreff des Infanten Ferdinand der königliche
Befehl erfüllt, der Prinz befand sich bei dem Regenten;
von San Vincente aus erging der Befehl an den Vicekönig
von Neapel, den Aufstand, der in Sicilien ausgebrochen war,
mit Gewalt niederzuwerfen, und da dem Könige die Nachricht
zugekommen war, wie traurig es seit dem Tode K. Ferdinands
mit der Gerechtigkeitspflege in Aragonien aussehe, wurde beschlossen,
mit aller Kraft das Volk gegen die Uebergriffe des
Adels in Schutz zu nehmen. Vielleicht stand damit der Gedanke
in Verbindung, sich zuerst nach Aragon zu wenden;
Ximenes machte jedoch aufmerksam, welchen üblen Eindruck
es in Castilien hervorbringen würde, wenn K. Karl das Königreich
plötzlich vcrliesse.
Da der Regent nicht im Stande war, den König aufzusuchen,
dieser aber absichtlich längere Zeit in San Vincente
verweilte, um den Städten Zeit zu den Vorbereitungen für
seinen Empfang zu lassen, schrieb ihm Ximenes, um ihn aufmerksam
zu machen, wie er die Granden, wie er den Infanten
aufnehmen und behandeln solle. Er möge eine Flotte gegen
die afrikanische Küste ausrüsten. Er übergebe ihm das Königreich
beruhigt, die Finanzen geordnet; er möge ihm nur gestatten,
ihm noch ferner Rathschläge zu geben. Für sich verlange
er nur, dass der König von seinen guten Absichten
überzeugt sei. Wohl aber möge der König seinen Bruder nach
Deutschland schicken und ihm einen Theil der österreichischen
Erblande oder alle abtreten. Es war offenbar die Absicht des
Cardinais, Karl zu vermögen, sich ganz der Sorge um Spanien
zu widmen. Als jetzt der Präsident des königlichen Rathes,
Antonio de Rojas, Erzbischof von Granada, unter dem Vorwando,
die Regentschaft habe aufgehört, sich an der Spitze
des Rathes zu K. Karl begeben und ihm den Infanten übergeben
wollte, so befahl ihm und den Räthen K. Karl, nicht
ohne den Regenten vor ihm zu erscheinen. Sie mussten nach
Aranda zurückkehren, wo sich der Regent und ebenso auch
der Infant befanden, den der Marquis von Aguilar nicht hatte
mitziehen lassen. Karl hatte nur gethan, was der Regent gewünscht
hatte, der, als der Almirante von Castilien sich die
Ehre ausbat, ihn zum Könige begleiten zu dürfen, dieses verweigerte
und ihn aufforderte, nicht in seiner Begleitung, sondern