K. Karls (Y.) erstes Auftreten in Spanien.
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entsendet wurde, ward die Sache nicht anders. Ein Versuch
der drei Botschafter, ein von ihnen unterschriebenes Document
Ximenes zur Unterschrift zuzusenden, endete damit, dass der
Regent es vernichtete und für sich allein ausfertigte. Es hatte
dem Regenten weder von belgischer, noch von spanischer Seite
an Verdriesslichkeiten aller Art gefehlt. Da hatte sich um die Stadt
Velenna bei Guadalaxara ein heftiger Streit mit dem Herzoge
von Infantado entwickelt, der bis zur Misshandlung des erzbischöflichen
Fiscals von Alcala durch den Herzog führte, von
dem Regenten aber mit gleicher Sanftmuth wie Festigkeit gestillt
wurde. Noch schlimmer gestaltete sich ein anderer
Streit, um die Stadt Villadefondades, welche der Graf Giron
von Urenna für sich in Anspruch nahm und wobei dieser sich
in höchst ungeziemender Weise gegen den königlichen Gerichtshof
in Valladolid auflehnte, das Benehmen des Grafen, so ungesetzlich
es auch war, Unterstützung bei den Granden fand,
zulezt aber nur dazu führte, dass die Stadt Villadefondades
zerstört wurde und Pedro Giron sich unterwerfen musste, wollte
er nicht als Hochverräther behandelt werden. Doch war es sehr
bezeichnend, dass wie 'Letzterer gegen den Regenten aufgetreten
war, so auch der Bischof von Zamora sich an die Spitze der
Rebellion zu stellen bereit schien und der Grossconnetable von
Castilien den Aufstand im Geheimen schürte. Es kam noch
der Streit um das einträgliche Johanniter-Priorat Consuegos
dazu, das der Herzog von Alba für seinen dx-itten Sohn
Don Diego zu behaxxpten suchte, deshalb aber mit Don
Antonio Zuniga, Bnxder des Herzogs von Bejar, in Streit
gekommen war. Letzterer nahm eine solche Ausdehnung an,
dass die Könige von Frankreich und England hineingezogen
wurden, Adrian und la Chaux einen Bürgerkrieg fürchteten,
zuletzt aber doch der Hei'zog von Alba trotz der Verwendung
der Königin Germaine und des Cardinais Adrian sich dem
Regenten unterwerfen und Consuegos zur Verfügung des Königs
stellen musste. Das Schlimmste aber war, was Don Pedro
Nunnez de Guzman und dem Bischof von Astox’ga angesonnen
wurde, die üble Stimmung in Spanien zur Erhebung des Infanten
Ferdinand ausbeuten zu wollen, was wie bemerkt, zulezt zur
gewaltsamen Beseitigung der Umgebung des Infanten führte,
Sitzungsber. <1. pliil.-kist. CI. LXXIY. Bd. III. Hft. 36